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Wie kommt der Staatstrojaner zum Staat?

Freitag, 04. November 2011

staatstrojanerDas Beispiel Staatstrojaner ist ein wirklich wunderbares Beispiel, für die Hörigkeit der Bürger dieses Landes. Ein Indikator der nicht gerade für ein Land spricht, aber sich in jedem Land ähnlich verhält. Das angesprochene Konstrukt ist leicht skizziert. Ein Land ist reagierbar, wenn alle Schäfchen im Land, brav Ihr Gras kauen,Wolle und Milch geben. Alle kauen und schauen sich an und bewegen sich stets zu den bewilligten Heiden Ihres Territoriums. Und wenn Sie brav sind, werden sie auch vom Schäferhund nicht gebissen. Für den Hirten bzw. Schäfer ist es ein leichtes und relaxtes Leben, wenn alles so laufen würde. Er liegt da und verkauft die Wolle und die Milch und ab und an vergeht er sich an ein Schäfchen um die Einsamkeit, die seine Stellung mit sich bringt, zu entgehen.

Sobald allerdings ein Schäfchen, sein treublöden Gesichtsausdruck ablegt und hinterfragt, warum es nur hier essen darf und nicht auf den anderen viel grüneren Wiesen? Warum es jedes Jahr im Mai kahlrasiert wird und dann den Sommer über aussieht ein Nazi-(Sch)äffchen? Warum der Hirte seine Wollust bei ihm befriedigt? Warum es sich das Fell nicht einfach neogrün färben und Irokesen tragen darf und warum es überhaupt mit diesen anderen langweiligen Schafen hier auf der Wiese steht? Sobald sich ein Schaf diese Fragen stellt und auch kundtut das es so denkt, begibt sich dieses arme Schäfchen auf ganz dünnes Eis. Weil eines ist sicher, der Hirte hat kein Interesse die Antworten zu liefern. Für den Hirten soll alles so bleiben wie es war. Und zwar: Zum eigenen Vorteil. Ähnlich wie es sich mit den Schafen verhält, läuft es in unserer realen Welt auch. Wer den Mund aufmacht, bekommt mächtig Gegenwind und zwar zu erst von denen die die Schäfchen hüten und dann von den anderen blöden Schafen, die nie auf die Idee gekommen sind, sich ein Mal im Leben zu fragen: Was macht der Hirte eigentlich, wenn er hinter mir steht?

Ab und an kommt es dank gnadenloser Inkompetenz bei den Bediensteten der Oberschaft, zu skandalösen Aufdeckungen. Vermeintlich skandalösen, denn nur wenige empören sich, den Meisten ist das ganze einfach viel zu komplex oder abstrakt oder einfach zu kompliziert. Dabei ist es einfacher, als man denkt. Wer zum Beispiel die Nachrichten erhalten hat, dass die Regierung auf dem heimischen Rechner Viren einschleust und den Nutzer des PC nicht nur Inhaltsbezogen sondern auch Visuell ausspionieren kann, sollte sich fragen, wie kommt eigentlich so ein Staatsmist auf meinen Rechner?

Ich als Online- und Vermarktungsberater, würde sagen: kino.to und ähnliche Plattformen. Oder Mediakampagnen auf Spiegel.de. Einigen ist es bestimmt auch schon mal aufgefallen, dass die Bundesregierung mit verschiedenen Ressourcen Ihres Regierungsapparates auf gut besuchten Seiten wirbt? Hier mal schnell, dass Thema Integration bewerben und somit fleißig den Trojaner auf fremde Rechner spielen. Das es wirklich so einfach geht, machen die kommerziellen Werbebanner vor. Viele Werbebanner laden im Hintergrund Daten auf den Rechner und können so auch Nutzerverhalten speichern und weitergeben.

Unabhängig davon, wird erklärt der sogenannte Ozapftis-Trojaner wird ja nur auf PCs von Verdächtigen genutzt. Und der Trojaner wird über Email an die Verdächtigen geschickt? Woher weiß, dass BKA die Emailadresse von potenziellen Terroristen? Ich vermute mal ganz realistisch, dass solch eine Verbreitung völlig sinnfrei wäre. Es geht bei einer solchen Aktion nur über die Masse. So wurde auch bekannt, dass Beauftragte der Bundesregierung, zu den einzelnen Anti-Viren Herstellern gegangen sind um für den Staatstrojaner einen digitalen-Nicht-Angriffs-Packt zu beschließen. In der Summe, wiederspricht sich unser Hirte hier am laufenden Band und offenbart uns eigentlich nur eines. Die die uns überwachen wollen, sollten zu erst lernen, wie man das Internet richtig nutzt.

Trotz alle dem, habe ich das Gefühl, dass hier nicht wie erklärt wird, der Terrorismus bekämpft werden soll, sondern die oben angesprochenen andersdenkenden Schäfchen. Menschen, die hinterfragen, Menschen die sich empören können und dazu stehen würden. Menschen die sich bewusst sind, dass Sie auch Rechte haben und diese auch andersrum gegen den Staat nutzen dürfen und sogar sollten.

Wir leben in einer Zeit, wo keiner im Netz unentdeckt bleibt. Aus diesem Grund, wäre ich ein Terrorist, würde ich das Internet nicht nutzen, sondern die gute alte Post. Aber wer weiß, ob es überhaupt Terroristen gibt. Die einzigen die ich gesehen habe, waren im Kino. Trotz der digitalen Transparenz, konnte eine Deutsche Website, die jahrelang zu den 40 beliebtesten Website in Deutschland gehörte jahrelang agieren und unentdeckt bleiben. Erst dieses Jahr wurde die kleine Leipziger Clique um Kino.to hochgenommen. Medienwirksam wurde darüber berichtet. Kaum war kino.to vom Netz genommen worden, entstanden neue Ableger von kostenlosen Film-Streaming Diensten. Interessante Randnotiz, was aber auch kein Geheimnis ist: Der Besitzer der neuen Portale ist der Selbe, der von der sächsischen Staatsanwaltschaft verhaftet wurde. Also dem Kino.to Gründer. Ist er vielleicht ein „Wiktor But“ Deutschlands? War das ganze eine geschickte Medienkampagne um mehr Menschen auf die Portale zu locken und so den Staatstrojaner flächendeckend upzuloaden? Hat sich niemand gefragt, wie kann die Werbung auf diesen Seite einen Dienst finanzieren, den täglich 4 Millionen Menschen nutzen? Alleine die Datenspeicherung ist sehr teuer. Die dafür genutzten Bandbreiten noch teurer. Entweder ist unser Hirte, enorm blöd und kriegt das lustige openSource Filmprojekt nicht unter Kontrolle oder es ist so gewollt. Mir ist diesmal der zweite Gedanke angenehmer, denn wer möchte schon von einem so blöden Hirten beaufsichtigt werden?

Gaddafi und die EU

Mittwoch, 13. April 2011

Gadaffi und Westerwelle

Gadaffi und Westerwelle: Beide mag man nicht sonderlich...

Das aktuelle Weltgeschehen, fokussiert bzw. fukuschiert sich neben Fukuschima auch in Libyen. Beide Ereignisse haben unmittelbaren und mittelbaren Einfluss auf Europa, Deutschland und letztendlich auf uns. Beides war auch absehbar.

Atomkraft ist nicht wirklich kontrollierbar, wenn es mal nicht nach Plan geht. Ein Gaddafi in Geldeintreiber Manier ebenfalls nicht. Genau letzteres besitzt, in meinen Augen einen interessanten und nennenswerten Hintergrund, der an dieser Stelle es verdient, genauer betrachtet zu werden.
Alles fing eigentlich viel früher an, aber wir beginnen mit dem November letzten Jahres, auf dem dritten EU-Afrika-Gipfel in Tripolis. Der noch (Stand 13.04.2011) amtierender Außenminister Guido Westerwelle, musste Angela Merkel in Tripolis (Libyen) vertreten. Viele eingeladene Regierungschefs waren diesmal nicht Gaddafis Ruf nach Nordafrika gefolgt. Trotz der enormen Wichtigkeit Afrikas für Europa. Nur Gaddafis europäischer Knutschfreund Silvio Berlusconi und Spaniens Regierungschef José Luis Zapatero nahmen am Gipfel teil. Was hat die europäischen Staatsoberhäupter so missgestimmt?
So wurde erst im Oktober 2010 eine Vereinbarung zur Migrationskooperation zwischen der EU und Gaddafi unterzeichnet. Dieser besagt, dass Europa Libyen jährlich 50 Millionen Euro überweist, damit weiterhin schwarz-afrikanische Flüchtlinge in Libyen festgehalten werden, statt sie ins Mittelmeer Richtung Europa ziehen zu lassen. Libyen arbeitet schon seit längerer Zeit mit Europa bzw. europäischen Zweckgesellschaften zusammen. Das heißt eigentlich nur, dass Libyen seit langem duldet, dass auf libyschen Boden, von Europa betriebene Flüchtlingsabfanglager unterhalten werden.
Nun einigte man sich, auf eine Zahlung von 50 Millionen Euro im Jahr, mit der Gewissheit, dass Gaddafi mehr fordern wird. Und das tat er auch. So wollte Libyens Revolutionsführer nur kurze Zeit danach, 5 Milliarden Euro von Europa. So sagte Gaddafi recht eindrucksvoll: „5 Milliarden, oder Europa wird schwarz.“ Klar warum Merkel und Co. Keine Lust hatten wieder mit dem bunten Gaddafi zu verhandeln, weil er bestimmt kurz später 50 Milliarden gefordert hätte.
Das ganze passte Europa nicht so ins Konzept und ist dank der geografischen Lage zu Afrika ein wirklich ernstzunehmendes Problem. Im Gegensatz zu China, die sich schon in Halbafrika wirtschaftlich mit dem schwarzen Kontinent verflochten haben. Denen droht keine schwarze Invasion. Klar, dass hier Europa einen strategischen Nachteil gegenüber Chinas besitzt, um den Kampf der afrikanischen Ressourcen. Da nun alle Nord Afrikanischen Ex-und Noch Regierungschefs um Ihr Kapital wussten und wissen, musste Europa einsehen, dass hier auf diplomatischem Wege nicht viel zu bewerkstelligen sei. Daher das vorgetäuschte Desinteresse zum Gipfel. Nur Italien und Spanien, waren bemüht hier mit Gaddafi zum Konsens zu kommen. Da Italien und Spanien die ersten Flüchtlingsanlaufstellen aus Afrika sind und beide Länder viel mit den Flüchtlingen zu bewerkstelligen haben um sie letztendlich wieder auf Ihr Heimatkontinent zu bringen.

Bereits wenige Stunden nach dem Gipfel, formulierte ein deutscher Diplomat gegenüber der Zeit, seine Vermutung so: „Das war die letzte Messe, die gelesen wurde“. Damit unterstrich er, dass die deutsche Delegation um Westerwelle, bereits vor dem Gipfel, an das Ende der Ära Gaddafis glaubte.
Krass verpeilt üblich – hier nun die Vermutung, die keinen Anspruch auf Wahrheit für sich erhebt.
Europa hat es damals versäumt, Ressourcen und eventuelle Absatzmärkte in Afrika zukünftig zu sichern. Nun möchte Europa, es ähnlich wie China machen und sich in Afrika als Geschäftspartner einbringen. China ist in den meisten afrikanischen Ländern omnipräsent. Europa besitzt mit einigen nordafrikanischen Staaten (an erster Stelle Libyen) Wirtschaftsbeziehung. Auch zu Zeiten wo Libyen politisch nicht vertretbar war, floss das libysche Öl, in großen Mengen nach Europa. Um den Umfang der Wirtschaftsbeziehungen zu Europa zu dimensionieren, sei erwähnt, dass fast alle Ex-Regierungschefs und Revolutionsführer in Nordafrika zu den reichsten Menschen der Welt gehören. Gaddafi nutze seine Macht mit den Flüchtigen und setze Europa damit unter Druck. Hätte er das nicht gemacht, wäre alles beim alten. Angela Merkel und Co. wären im November beim Gipfel gewesen. Merkel, Sarkozy wären mit Gaddafi händchenhaltend durch Tripolis spaziert und hätten vor Freude gestrahlt, wie aktuelles Sushi aus Fukushima.

Eckzahlen zu Libyen (zu Deutschland):
Einwohner: 6,4 Millionen Menschen (81 Millionen
)
Staatsverschuldung 2009: 4 Milliarden US$ (1,767 Billionen Euro)
Staatshaushalt 2009: 35,9 Milliarden Euro
Staatseinnahmen 2009: 35,1 Milliarden Euro
Haushaltsdefizit 2009: 1,3% BIP (6,5%
)
Ausgaben Gesundheit: 2,4 % (10,6%)
Ausgaben Bildung : 2,7% (4,6%
)
Militär: 3,9% (6,3%)

Deutschland hat ein Militär Budget von 31,55 Milliarden Euro. Das ist Mehr als der Staatshaushalt Libyens für 2009. Trotzdem könnte man, bei alleiniger Betrachtung der Eckdaten vermuten, dass es dem reichsten Land Afrikas, Verhältnismäßig gut geht. Gute Sozialleistungen, eine Traumhafte Staatsverschuldung. Keine hohen Militärausgaben.

Das libysche Sozialsystem umfasst neben der kostenlosen medizinischen Versorgung, Witwen, Waisen und eine Altersrente.

Die Causa Guttenberg

Freitag, 04. März 2011
Sissi zu Gutenberg

Sissi zu Gutenberg

Ok. Die neue Staffel von Germanys Next Top Model hat gerade angefangen, die Mädchen sind heiß, aber der gute Karl Theodor lässt mir keine Ruhe. Man fragt sich langsam wirklich, in welcher Welt lebe ich eigentlich oder besser in welchem Land, was ist nur mit den Leuten los? Hat der deutsche Kaiser abgedankt? Oder Wie erklärt sich, dass mittlerweile auch eine Facebook Gruppe nach der Rückkehr von Bismarck ruft? Weiß überhaupt noch jemand wer das war?

Inzwischen verzeichnet die Facebook Seite “Wir wollen Guttenberg zurück” über eine halbe Million Unterstützer! Eine Halbe Million! Fangen wir mit den positiven Seiten dieser neuen Medialisierung von Politik an. Schön, dass sich plötzlich so viele für die Bundespolitik interessieren und ein “gefällt mir” anklicken, obwohl sie meistens wohl kaum ihren Hintern hoch bekommen, um zur Kommunal-, Landes- oder Bundestagswahl zu gehen. Auch wird selten soviel Begeisterung und Zustimmung einem Politiker zuteil. Sind wir doch eher im Meckern, Rumzetern, Kopfschütteln erprobt.

Aber warum? Leider wird in den vielen TV-Sendungen niemand der interviewten und so vom Rücktritt schockierten Passanten und Passantinnen mal gefragt, warum Herr Karl-Theodor zu Guttenberg denn so ein guter und integerer Politiker ist. Auf die Antworten wäre ich gespannt. Weil er so gut aussieht? Weil er so lässig und cool rüberkommt? Weil er weiter den Sunnyboy markiert, während in den Krisen- und Kriegsgebieten der Welt Soldaten im Dienst für die heimische innere Sicherheit Arme, Beine, ihre Seele und ihr Leben lassen?

Alles in allem kann man in diesem allgemeinen Unverständnis zum Rücktritt Guttenbergs vor allem einen degenerativen Prozess unserer Gesellschaft diagnostizieren. Die Leute entlarven sich doch im engsten Sinne als Anhänger von Sissi-Filmen. Oder wie kann man das alles sonst erklären. Schon klar, die Zeiten werden härter, die Mittelschicht bröckelt langsam aber sicher weg, die Schere zwischen Arm und Reich wird größer. Und was passiert in diesen Zeiten? Man sehnt sich nach Idolen, die nichts für ihren Reichtum und ihre Schönheit tun mussten, einfach da sind und als Ken (Karl Theodor) und Barbie (Stephanie) über den Polit-Catwalk schlendern.

Ist doch egal, ob Karl Theodor nach seiner Plagiatsaffäre vor keinem Gericht der Welt mehr als glaubwürdiger Zeuge aussagen könnte, egal dass er seine adlige “Ehr”würdigkeit vergisst und Betrug und Täuschung als einen einmaligen persönlichen Fehler herunter redet. Es gab Zeiten, in denen der eitle Betrüger lieber den Freitod wählte als der gesellschaftlichen Schande ins Gesicht zu schauen. Seine wissenschaftliche Karriere ist in jedem Fall beendet. Aber das war ihm ja eh egal. Als Anwalt kann er auch nicht mehr arbeiten, weil er definitiv erst mal sich selbst vor den Zivilgerichten dieses Landes verteidigen muss.

Manche Politiker sind in der Vergangenheit wegen eines im Supermarkt geklauten Lippenstiftes von der politische Bühne für immer verschwunden, andere weil sie im Swimming-Pool herumkreischen, während deutsche Soldaten erstmals wieder im Kriegseinsatz sind. Aber eine falsche eidesstattliche Erklärung, Titelmissbrauch? Heute alles wohl nicht mehr so wichtig. Hauptsache du schaffst es, gute Laune und Entertainment zu verbreiten. Stellen wir uns mal vor, es wären alle so wie Karl Theodor.. keine schönen Zeiten wären das.

Ob die Zustimmung für unseren Herrn von und zu auch noch wächst, wenn sich herausstelle sollte, dass er homosexuell ist und seine Ehe arrangiert, damit der adlige Traum auch so ganz und gar von unseren Sissi-Film Liebhaberinnen und Liebhaber geträumt werden kann. Ich bin gespannt..

Wer jetzt noch das neu erscheinende Buch von zu Guttenberg lesen möchte, kann das Buch Guttenberg: Biographie hier bestellen und wer weiter Sissi im Fernsehen sehen möchte, bestellt sich Sissi auf DVD gleich dazu.

Anbei Fundstücke auf der Guttenberg Facebook Seite. Das sagt schon viel über die Guttenberg Fans und seine Politik aus.

Gefunden auf der Guttenberg Zurück Facebook Seite

Gefunden auf der Guttenberg Zurück Facebook Seite


Gefunden auf der Guttenberg Fanpage auf Facebook

Gefunden auf der Guttenberg Fanpage auf Facebook


Guttenberg Facebook Fanseite - Lacher des Tages

Guttenberg Facebook Fanseite - Lacher des Tages

Guttenberg Rücktritt

Dienstag, 01. März 2011
Karl-Theodor zu Guttenberg

Karl-Theodor zu Guttenberg: "So, dass ist jetzt mein neues Buch!"

Karl-Theodor zu Guttenberg tritt in den nächsten Minuten vom Amt zurück. Angela Merkel unterbrach, ihren CeBit Rundgang um mit zu Guttenberg zu telefonieren. Dramatische Szenen. Es wird vermutet, dass Guttenberg neu Anfangen möchte. So wird berichtet das sich Karl-Theodor zu Guttenberg für das Abitur angemeldet hat.

Um 11.15 ist die Erklärung angesetzt. Wir bleiben gespannt!

+++Ergänzung: 11.20+++
Der Ex Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat in Berlin ein einer kurzfristig angesetzten Presseerklärung seinen Rücktritt bekanntgegeben. Damit zieht er die geforderten Konsequenzen aus dem sogenannten Guttenberg Plagiat Mini – Skandal. Mit einer kurzen und emotionalen Ansprache gab Guttenberg seinen Rücktritt bekannt.

Schön wäre wenn  Angela Merkel, Philipp Rösler und Guido aus Solidarität das Gleiche tun würden.

WikiLeaks geht nach Russland

Freitag, 17. Dezember 2010
Alle helfen WikiLeaks und hacken PayPal

Alle helfen WikiLeaks und hacken PayPal

Warum eigentlich nicht schon früher? Exakt vor 3 Wochen äußerte ich mich unter Freunden, dass WikiLeaks nur nach Russland gehen bräuchte, um dort die eigenen Arbeiten fortsetzen zu können und gleichfalls von den US Medien und der US Regierungs Schikane verschont zu bleiben. Seit dieser Woche befindet sich die Website WikiLeaks auf russischen Servern und gleichzeitig als Backup (gespiegelt) auf über 2000 weiteren Servern weltweit. Somit sind die sogenannten DoS (Denial of Service) Angriffe auf WikiLeaks Server nicht mehr fruchttragend. Zusätzlich kündigten fast alle russischen Hacker eine Allianz gegen WikiLeaks Feinde an. Das gerade Russland ein Hort für Internet-Aktivitäten, abseits der westlichen Rechtsprechung ist, ist nur zum Teil verwunderlich. Hier folgt Russland stets der Prioritätenliste:

1. Alles was nicht Putin schadet
2. Alles was nicht die russische Regierung schadet
3. Alles was nicht Russland schadet.

Meinungsfreiheit ja – aber halt nur wenn es nicht gegen Russland selbst geht. Das WikiLeaks aus Putin einen patriarchalischen Testosteron-Überfluteten Macho gemacht hat, ist für ihn in Russland wahrscheinlich förderlich. Aus diesem Grund wohl, fühlt sich Putin nicht durch WikiLeaks bedroht, sondern eher geschmeichelt. Und was Putin nicht bedroht, bedroht Russland nicht. Zu sagen bleibt hier nur, dass Russland in Punkto Meinungsfreiheit, im Nichts den USA nachsteht.

Vielleicht beinhaltet die neue digitale Heimat von WikiLeaks, etwas Mehr als derzeit vermutet. Wie auf Krass verpeilt üblich, hier ein kleines Gedankenspiel.
So könnte WikiLeaks in Verbindung mit Russland, für ein eventuelles Gleichgewicht in der aktuellen langweilig globalisierten Welt sorgen. Die Welt braucht wieder ein Schwarz-Weiß Denken. Wir alle brauchen ein Gut-Weniger Gut Gedankenkonstrukt. Seit dem Wegfall des Eisernen Vorhangs vor über 20 Jahren, ist das Gleichgewicht der Welt aus den Fugen geraten. Kein Ost gegen West, kein Kommunismus gegen Kapitalismus. Selbst Hollywood fallen keine Gegner mehr ein. Statt dessen heißt der Kampfslogan nur noch Kapitalismus (USA) gegen Bin Laden (Al Qaida) auf Bühne Eins und Hillary gegen Kim Jong II auf Bühne zwei. Der Rest der Welt versucht verzweifelt irgendwie mitzuspielen und der restliche Rest schaut zu.

Denn mehr geht ja auch zurzeit nicht, weil der Feind der USA nur auf dem Papier besteht. Das der gemeinsame Feind der westlichen Welt afghanische Terroristen sein soll, kann nicht auf Dauer angelegt sein. Genauso, dass die Welt voller Al Qaida Schäfer …ich meinte Schläfer…sein soll, ist 10 Jahre nach 911 auch unrealistisch. Die meisten Menschen glauben nicht mehr dran. Ich vermute selbst RTL II Zuschauer haben das Spiel durchleuchtet. Auch die gescheiterten Versuche der Bundesregierung in den letzten Wochen, Al Qaida wieder ins Spiel zu bringen, brachte keinen Erfolg. Das Gesülze von Maizière, ist eher lähmend-langweilig statt hysterisch-angsteinflößend. Der Terror-Drops ist gelutscht. Somit ist allen klar, wir brauchen eine neue Weltanschauung. Denn, wenn in Mittelerde die Hobbits mit den Orcs gemeinsam zum Kindergeburtstag gehen, und alle denken Gandalf hat ein weißes IPhone und Gollum würde einen Bio-Laden im Prenzlauer Berg leiten, dann wäre definitiv ein Erfolg von Herr der Ringe auch nicht möglich gewesen. Keine Spannung, keine Aktion, kein Interesse. Man braucht einen Feind!

So wäre durchaus denkbar, dass ein neuer Ost-West Konflikt, beide Lager und damit allen Beteiligten, vom Vorteil sein könnte. Die neue Polarisierung würde in anderen Dimensionen funktionieren. So wird es keine Neuauflage von Kommunismus gegen Kapitalismus geben. Die neuen bestimmenden Feindbildfaktoren, werden nicht mehr determiniert durch eine politische Bestimmung oder Geodaten sein. Statt dessen wird die Trennung nur noch in den Köpfen stattfinden und der neue Streitpunkt wäre vielleicht, dass westlich-konservative Wertesystem sein. Oder auch nur Facebok vs. Google, Shakira vs. Gaga, Bolek gegen Lolek usw.

Warum das ganze Theater?
Absatzfördernde Massnahmen (die USA hat ja erst vor kurzem ihren besten Waffenschieber Wiktor Butt wieder ins Headquarter geholt!). Bessere Kontrolle des Einzelnen? Rückentwicklung der Pseudo-Individualisierung zum Kollektiv. Wir werden sehen! Ist auch vielleicht nicht wichtig.

Festzuhalten bleibt zum aktuellen Zeitpunkt nur Eins! Leider hat Deutschland es erneut verpasst, mit WikiLeaks seine Zukunft zu sichern. Den durch das Einmischen der russischen Hacker Front in das WikiLeaks Geschehen, wollen tausende von kleinen Vladimirs und Sergejs, zu russische Super-Hacker werden. Gemischt mit Patriotismus und neuen Medien, wird Russland in mittelfristiger Zukunft besser gegen Cyberkriege gerüstet sein, als der Rest der Welt. Und die Deutschen Medien werden wieder nur berichten, wie toll und gut und vor allem: wie krass, die Anderen sind. An dieser Stelle hätte ich mir wirklich gewünscht, dass eine Angela Merkel zum kollektiven Spam gegen PayPal Server aufruft. Es muss ja in Deutschland nicht ganz so technisch sein. Einfach eine Zeit ausmachen und alle klickern dann auf der PayPal rum.

Kommischer Wikileaks Kommentar im Tagesspiegel

Mittwoch, 15. Dezember 2010
WikiLeaks Logo

WikiLeaks Logo

Es war Sonnabend um 4 Uhr morgens in der Straßenbahn in Berlin Friedrichshain. Ich fuhr von einer Geburtstagsfeier und befand mich auf dem Weg nach Hause. Auf dem Sitz in der in der Straßenbahn fand ich meine Weglektüre. Es war der aktuelle Tagesspiegel. Nach einem kurzem Zögern, nahm ich mir das Blatt zur Hand. Damit hat das Blatt in meinen Augen den Aufstieg von der Klolektüre zur Sonnabend-Morgen Bahnlektüre geschafft?

Denn für gewöhnlich lese ich den Tagesspiegel nicht. Der Tagesspiegel ist  für mich das stützende Nichts, links oder rechts neben meiner Lieblings-Tageszeitung. Oder anders ausgedrückt, die rausgenommene Media Markt und oder Lidl Broschüre, die ich einfach hinter mich liegen lasse.

Ich war bereits einiges vom Tagesspiegel gewohnt, aber der Kommentar von Malte Lehming zu Wikileaks, bewirkte bei mir einen 10 Minuten langanhaltenden geistigen Touret-Anfall. Im Artikel „Die Entzauberung der Macht“ wird über Wikileaks und die veränderte Wahrnehmung von Macht in der Gesellschaft geschrieben. Im Vorfeld muss erwähnt werden, dass diese Ausgabe des Tagesspiegels voll von Wikileaks Artikeln war. Auf jeder Seite ein Artikel zu Wikileaks. Es fehlte nur noch ein Wikileaks Artikel im Sportteil. Die anderen Artikel waren solide und zum Teil auch gut aber dann dieser Kommentar vom realitätsresistenten Malte Lehming.

So fallen Formulierungen, wie:
„…Beruhigend aber ist, wie wenig spektakuläre Informationen das Material (das durch Wikileaks veröffentlicht wurde) enthält. Kein Verschwörung wurde aufgedeckt und kein Umsturzplan enthüllt. …“
Erwähnte ich bereits, dass der Tagesspiegel zum Tatzeitpunt fast ausschließlich aus Wikileaks Artikel bestand? Daraus würde man schließen, dass Tagesspiegel nur noch über unspektakuläre Sachen schreibt. So etwas nennt man ans eigene Bein schiffen… Und wieso beruhigend Herr Lehming?

„…bedeutet die nun dokumentierte Fülle an Banalem eine aufklärerische Korrektur.“

Es ist immer eine Ansichtssache, was einem Banal erscheint oder nicht. Die Kunst sollte aber sein, wenn man etwas banal empfindet, den Mund zu halten, wenn Menschenleben wahllos ausgelöscht werden. Und genau DASS! wurde auch durch Wikileaks aufgedeckt. Ich erinnere mich an das schockierende Militär Video, dass zeigt, wie US-Helikopter Piloten in die Menschenmenge feuern.

„…Ein Zeitalter der Transparenz, muss ein Zeitalter des Vergebens sein (Zitat von David Weinberger)…“

Mit diesem Zitat möchte Malte Lehming wohl auf das Thema der Fehlbarkeit von Macht bei einer Transparenten Gesellschaft hinaus. Was aber der gute Malte anscheinend nicht wirklich versteht, dass damit eigentlich etwas anderes gemeint ist, als ein gesellschaftlicher Habitus. Den Verzeihen heißt auch, dass man die Ursache verstanden hat. Und durch die wachsende Transparenz, wird auch vieles besser verstanden. Das schließt aber Handlungen aus minderen Beweggründen nicht mit ein. Das Malte dies nicht versteht, zeigte mir den letzte Abschnitt des Lemming Kommentars.

„Wenn mehr Privates öffentlich wird, befördert das womöglich die öffentliche Toleranz. Leider aber gibt es den Fortschritt nicht gratis. Die neue Gemeinschaft der Fehlbaren wird toleranter – und zynischer sein. Wer zu schwach zum Vergeben ist, sucht sein Heil eben oft in der Verdammung des Menschlichen. Damit zurück zu Wikileaks.“

Nachdem ich diesen letzten Abschnitt gelesen habe, war bei mir Schicht im Schacht. Sofort waren bei mir die Bilder und Stimmen aus den Videos im Kopf, die Wikileaks veröffentlichte. Dieser Artikel ist kein Pro oder Contra für Wikileaks. Es ist meine Kritik gegenüber dem Autor des Kommentars. Der Kommentar ist in meinen Augen ein gescheiterte Versuch, zwei unterschiedliche Dinge wie Transparenz bei Prominenten und Aufklärung in gedachter Verbundenheit zur und der Gesellschaft, zusammenzufügen.

Hier wird durch Herrn Lehming suggeriert, dass wir doch toleranter mit dem US-Militär, mit unseren Teletubbies in der Regierung und allen denen die Versuchen mehr Geld auf Kosten andere zu machen, sein sollten. Nur weil die neue Medien Transparenz schaffen und somit die Macht zerfällt, die Ihren theoretischen Ursprung im Unfehlbaren begründet. Aber es heißt noch lange nicht, dass wir meinungsfreie Koma-Patienten sind und alles stillschweigend hinnehmen müssen.

Unsere Einstellung und unsere Meinung haben mit den Informationen zu tun, die wir vorgesetzt bekommen. Und diese sind in der Hand, von den Leuten die die Macht besitzen. Und es ist kein neues Phänomen, dass man Macht mit der Fehlbarkeit kokettiert. Qualitätsjournalismus zeichnet sich auch aus, so etwas zu wissen und davor resistent zu sein.

Aus Verlags-Vertriebssicht hat damit Malte Lehming, dass zweite Eigentor geschossen. Schaffen nur die neuen Medien die neue Transparenz abzubilden? Da frage ich mich: „Warum sollte ich mir dann eine Zeitung wie den Tagesspiegel kaufen?“ Ich möchte Transparenz.

Warum regt mich das so auf? Hier ein Video, in dem man sieht wie US-Piloten Real Ego-Shooter im Irak spielen. Veröffentlicht durch Wikileaks. Und nun behauptet Malte, dass der Wikileaks Gründer ein frustrierter intoleranter Mensch sein soll?

Da David Weinberger von Malte Lehming zitierte wurde, sollte ich ebenfalls erwähnen, dass David Weinberger auch der geistige Vater des Wortes Infopinion ist. Ein Wort das aus den Worten Information und Opinion (Meinung) zusammengesetzt worden ist. Infopinion steht für gezielte Informationsstreuung um die Meinung des Einzelnen und der Gesellschaft zu steuern. Und wenn es mehr Maltes geben würde, würden wir bald alle Maltes Meinung haben.

Hier der ganze Kommentar.

Google und Facebook und deutsches Bildungssystem

Freitag, 03. Dezember 2010
Katastrophe - Deutsches Bildungssystem

Katastrophe - Deutsches Bildungssystem

Vorletzte Woche wurde massiv über Google und Facebook berichtet. So meinen einige Medien dass Facebook Google mit der neuen Facebook Mail unter Druck setzt. Die Facebook Mail wurde vorletzte Woche vom Facebook Gründer Mark Zuckerberg höchstpersönlich vorgestellt. Die Presseerklärung in San Franzisco begann Zuckerberg mit Kritik an der guten und alten klassischen Email. So meinte Facebook Chef, dass man sich bei einer E-Mail ein Betreff, eine Begrüßung und ein Abschluss ausdenken müsse und das sei für Facebook Boss Zuckerberg zu nervig. Sein Fazit: E-Mail ist zu langsam. Bei der Facebook Mail wird sich deswegen nur noch auf die Kommunikation fokussiert.
Für viele ältere Menschen in Deutschland, ist eine E-Mail noch ein gesellschaftliches Ereignis. So wird der Enkel oder die Enkelin zum Kuchen eingeladen, um den Enkel eine E Mail an gleichaltrige Bekannte zurückschreiben zu lassen, um nur zu zeigen: Hey mein Alter, was Du kannst, kann ich schon lange. Dabei wird auch gleichzeitig das Taschengeld aufgebessert und der Nachwuchs frühzeitig an die Schwarzarbeit herangeführt.

Es geht hier jetzt nicht um Facebook oder Google. In Deutschland sollte sich mal die Frage gestellt werden, warum hier nicht ähnliches geschaffen wird? Alle großen Internet-Ideen stammen nicht aus Deutschland, sondern vorrangig aus den USA. Es fängt mit PayPal an und endet mit Ebay. Es ist schon fast peinlich, wie sehr deutsche Medien über Facebook ,Google und die anderen Player schreiben. So kann es schon mal vorkommen, dass man die Erfolgsstories von den großen Digital-Marken auf einer Seite mit den Integrationsproblemen in Deutschland liest um dann eine Seite weiter zu Erfahren, dass das deutsche Bildungssystem immer ungerechter wird. Alle drei Punkte, erscheinen bei genauer Betrachtung, wie ein Faustschlag ins Gesicht der in Deutschland lebenden Menschen. Und der Ursprung liegt beim deutschen Bildungssystem.
Die Funktion des Bildungsministers ist in meinen Augen eine der wichtigsten in Ministerposten im Lande. Und Annette Schavan (CDU) besetzt diese Stelle seit 2005 und besetzt ist bei ihrer Politik der richtige Ausdruck. Die promovierte Philosophin, die interessanter Weise ihre Doktorarbeit zum Thema „Person und Gewissen – Studien zu Voraussetzungen, Notwendigkeit und Erfordernissen heutiger Gewissensbildung“ schrieb, hat die seit Jahren bestehende Abwärtsspirale von Bildung und Berufschancen nicht unterbrechen wollen bzw. können und das ohne schlechtes Gewissen. Da ihr schlichtweg, die Ideen fehlen. Und nur das allein ist ein Argument, Frau Annette Schavan in ihrer bestehenden Position als Bundesministerin für Bildung und Forschung, in Frage zu stellen und auch auszuwechseln. Und zwar mit einer Person die Ideen besitzt und somit mehr zu dieser Stelle passt als Schavan. Jemand der sich A.S. auf sein goldenes Klingelschild seiner Berliner Mitte-Wohnung schreibt und so eine Politik fährt, verdient zwei weitere Buchstaben an sein Klingelschild und zwar: S. und I.
Bildung ist ein gesellschaftliches Fundament. Es prägt die hiesige Kultur und Sprache und stärkt nachhaltig auch den Finanzhaushalt. Theoretisch klingt das ja alles sehr gut, aber das Problem ist, dass durch Bildung auch Menschengruppen sich bilden, die Regierungssysteme und Regierungsaktivitäten hinterfragen und in Frage stellen. Das ist nicht Absicht einer mit Lobbyvertretern durchsetzten deutschen Bundesregierung. Nicht gebildete Menschen, sind besser zu kontrollieren, besser zu steuern und machen halt weniger Stress. Die die dann Stress machen, werden dann als: Integrationsverweigerer, Terroristen oder einfach als Bildungsfremd bezeichnet. Aber ist denn nicht genau das, was Thilo Sarrazin mit seinem Buch meinte? Ich würde meinen, dass man ein ähnliches Buch mit ähnlichen Statistiken auch über deutsche schreiben könnte. Das Szenario kann man sich vielleicht so besser vorstellen: Die Deutschen fahren auf einem Boot und zeigen mit dem Finger auf ein anderes aber untergehendes Boot, dass mit den sogenannten Integrationsverweigerern und Terroristen besetzt ist und meckern über das anderen Boot was das Zeug hält. Keiner bekommt aber mit, dass die Deutschen alleine mit im Meer umherschippernund und nur vom eigenen Spiegelbild begleitet werden. Und egal, ob mit der ohne Migrationshintergrund, dass Problem Bildung betrifft uns alle und hier wird sichtbar nichts gemacht. Wir alle sitzen im gleichen Boot.
Würde die gleichen Zeitungen und Magazine die Facebook und Google und Ebay usw. so hochjubeln, mal genauer hinschauen, würden sie schnell feststellen, dass es einen Unterschied zwischen den USA und Deutschland gibt. Der Unterschied ist das Bildungssystem. In den Staaten wurde das schon lange erkannt. So werden Talente gesucht und gefördert und egal aus welcher sozialen Schicht sie entstammen. Dort versteht man Bildung als Kapital und behandelt das Thema auch dem entsprechend. Hier zu Lande werden über Kopftuchverbote debattiert. Die selbigen Befürworter kaufen sich dann später über Ebay ein gebrauchtes Buch von Sarrazin. Dabei vergessen sie, dass der Ebay Erfinder iranische Wurzel besitzt und einer der beiden Google Gründer ein Russe ist. Einer der PayPal Mitbegründer Ukrainer. Aber genau PayPal ist ein gutes Beispiel für das Thema Bildung in Deutschland. Ein weiterer Mitgründer von PayPal ist nämlich ein Deutscher, der aber zu seinem Glück in Stanford in den USA studieren durfte und auch jetzt dort lebt. Wäre er in Deutschland geblieben, dann… wer weiß!
Deutschland hinkt den USA und anderen Ländern in der digitalen Welt in puncto Innovation, nicht einmal hinterher. Deutschland ist ein Nobody, was Innovationen im Netz angeht. Aber Deutschland ist eines der Länder, die diese digitalen Angebote gut nutzen.
Das innovativste was in den letzten Jahren in Deutschland rausgebracht wurde, ist das Penner-Game. Ein Spiel wo man sich als Penner in Deutschland hochkämpfen muss um dann eine Kiezgröße zu werden. Zugegeben – ich spielte das Spiel heimlich bei mir auf Arbeit mit unserer spannischen Werksstudentin. Sie ist schnell zum digitalen Neuköllner Oberpenner geworden und das verschaffte ihr den Vortritt an der Büro Kaffemaschine. Das war es auch schon an Innovationen im Netz. Auch wen StudiVZ erst letztens ihr fünfjähriges Jubiläum feierte, ist StudiVZ oder das sogenannte Social Network, keine deutsche Erfindung sondern eine Kopie von Facebook. StudVZ – gibt es eigentlich die Seite noch?
Was ist also los mit Deutschland. Wir schmieren richtig ab! In der Volkswirtschaft gibt es nur zwei Wachstumsmotoren. Zum einen Bevölkerungswachstum und zum anderen Innovationskraft. In beiden bekleckern wir uns nicht mit Ruhm. Da sollten wir doch dankbar sein, dass uns zumindest im einen Punkt die “ Schlecht-integrierten“ Migranten aushelfen.
Man könnte annehmen, dass auch ich Opfer der Schavans Bildungspolitik geworden bin. Aber nein! Das Ding mit der Rechtschreibung ist bei mir angeboren und ich stehe dazu, auch wenn manche meine Rechtsschreibung als Körperverletzung ansehen. Ich bin halt Inowatif *hehe

Tausende von Menschen feiern 30 Jahre Atomtransport nach Gorleben

Mittwoch, 10. November 2010
Das Gorleben Atom Salz

Das Gorleben Atom Salz

Letztes Wochenende war es wieder mal soweit. Müll weg bringen! Diesmal dauerte das Müll weg fahren, etwas länger als sonst und war diesmal noch medialer als zuvor. Bilanz der großen Castor-Atomfeier: 16.500 Beamte die mit ihren Stöckchen im Wald standen und Gleise bewachten, Tausende Fans die im Wald mit einer Fünf-Finger Strategie rumliefen oder auf Bäumen kletterten und Kosten in Höhe von 50 Millionen Euro, die alle Beteiligten und wir indirekt oder direkt bezahlen und das schönste ist: Der Spaß mit dem Castor wird weiter gehen. Kaum ist der eine Castor in Gorleben angekommen, wird aufgrund der enormen Nachfrage für die Castor Wald Partys der nächste Transport für 2011 geplant.

Was stimmt hier eigentlich nicht? Eigentlich so ziemlich alles. Wenn man Atomkraft als Investmentgeschäft sieht und das man nicht wegen der Energie sondern wegen staatlicher Subventionen Atomkraftwerke unterhält, dann wird auch einem schnell klar und verständlich warum 50.000 Wald-Schienen-Straßen Demonstranten einfach ignoriert werden. Laut einer Greenpeace Studie (Staatliche Förderung von Atomenergie) kostete Atomstrom den Bundesbürger in dem Zeitraum von 1950 bis 2010 mindestens 204 Milliarden Euro, die freundlicherweise der Staat direkt an die Energiekonzern und Banken für uns bezahlt hat. Zieht man noch in Betracht, dass es für die Hersteller von Atomstrom Steuervergünstigung gibt, ist klar, warum man sich das lukrative Geschäft mit Kernenergie nicht nehmen lassen will. Wie kann man sich das etwas globaler vorstellen? Statt immer nur von einer grauen Eminenz, namens Atomlobby zu reden. Dafür möchte ich das Konstrukt zwischen Energieherstellern mit Kernkraftwerken und dem Staat skizzieren und welche wichtige Rolle wir hierbei einnehmen.

Vor vielen Jahren wurde gesetzlich die Nicht-Militärische Nutzung von Atomkraft festgelegt. Hier wurde auch festgelegt, dass der Staat den Unternehmen mit Kernkraftwerken Finanzhilfen beisteuert. Den gleichen Unternehmen wurde auch das Recht zugesprochen, Kernkraftwerke zu bauen. Gleichzeitig wurde festgelegt, dass der Staat die Entsorgung bzw. Lagerung bezahlen müsse. Interessanterweise ist der Besitzer der Endlagerstandorte Gorleben usw. eine private Gesellschaft namens Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe mbH (DBE). Die Gesellschafter der DBE GmbH sind die Energiekonzerne die Kernkraftwerke in Deutschland besitzen. Also lassen die sich vom Staat bezahlen, ihren eigenen Müll zu entsorgen. Das würde ich auch gerne.

Das ging eine lange Zeit gut. Kritik wurde immer wieder gekonnt abgewehrt. Demonstrationen haben hier auch nichts gebracht, weil niemand so richtig weis wer hier verantwortlich gemacht werden kann. Weil einige Politiker an den richtigen Stellen, durch Unternehmen beeinflusst werden, kann hier viel vertuscht oder einfach mal übersehen werden. So war das zum Beispiel mit Werner Müller. Müller war Wirtschaftsminister bis 2002 und bis 2008 hatte er einen Vorstandsposten bei der RAG inne. Die RAG ist Mehrheitseigener der RWE (eines der größten Energiekonzerne Europas). In seiner Regierungszeit als Wirtschaftsminister, hat Müller fast ungeniert die Interessen der Energiekonzerne durchgesetzt. Hier sollte noch erwähnt werden, dass Werner Müller vor seiner Ministerarbeit 25 Jahre als Manager in der Energiebranche tätig war. Er war es auch, warum der Atomausstieg (Atomkonsens) damals verschoben wurde. Gleichzeitig versuchte Müller, ständig die Erneuerbaren Energiegesetze zu torpedieren. Müller schaffte es in seiner Amtszeit fast, dass der damalige Umweltminister Jürgen Trittin beinahe zurücktrat. Nur Altkanzler Schröder konnte Trittin zum Verbleib überreden. Müller war seinem alten Arbeitgeber E.ON auch als Wirtschaftsminister stets treu geblieben. So schickte er geheime Entwurfsvorlagen der Erneuerbaren Energiegesetze einfach vom Ministerium direkt zu E.ON. Damals war das Erneuerbaren Energiegesetz in seiner Entstehungsphase und durch Müllers Zuarbeiten konnte E.ON an dieser Gesetzgebung entscheiden mitwirken. Es ist ungefähr vergleichbar mit einem Angestellten einer Unternehmensberatung. Diese betreut zum Beispiel einen Kunden namens VW. Der Mitarbeiter dieser Unternehmensberatung, war aber vor seiner Tätigkeit bei der Unternehmensberatung auch mal Mitarbeiter bei BMW. Die Unternehmensberatung soll für VW eine 10 Jahresstrategie entwickeln, mit neuen Modellen usw. Der Mitarbeiter denkt sich: Ah, meine damaligen Kumpels bei BMW sollte doch eigentlich hier auch ein Wörtchen mitreden, was VW so machen will oder soll. Sind doch meine alten Freunde, die mir immer noch Geld schicken, weil ich wohl damals so gut gearbeitet habe. Durch die gemeinsame Arbeitsteilung der Unternehmensberatung und BMW, konnte VW somit in die nächste Krise verholfen werden. Wenn das rauskommen würde, wäre dieser Mitarbeiter, nicht nur seinen Job los, sondern er müsste mit einer Strafanzeige rechnen. Zusätzlich könnte VW ihn auf Schadensersatz verklagen. Da VW sich gute Anwälte leisten kann, würden sie dem armen und mittlerweile arbeitslosen Berater, seine ersparten BMW Gelder wieder wegnehmen.

So funktioniert es bei den normalen Angestellten. Noch weiter unter werden Menschen gekündigt, weil sie 20 Cent aus einer Kaisers Kasse mitgehen lassen. Anders beim Minister Werner Müller! Er verdient weiter und besetzt auch in Folge, sehr dankbare Posten. Warum eigentlich? Weil vielleicht an anderer Stelle wieder lustige Minister mit Extra-Geldkonten saßen, die die schützende Hand über Müller halten konnten? Und genau hier sollte man ansetzen. Es gibt so viele rechtlich offene Punkte bei der Frage um Kernenergie, dass man ziemlich schnell Bewegung in die ganze Sache schaffen würde. Man braucht nur Anwälte. Am besten eine ganze und renommierte Kanzlei. Die 92-Stunden Castor Transport nach Gorleben, kostete dem Steuerzahler 50 Millionen Euro. Was einen Stundensatz von 543.478,26 Euro (etwas über eine halbe Million) ausmacht. Mit nur einer Stunde Castor-Transport, könnte man doch locker ein Jahr 6 bis 8 Anwälte bezahlen und das 92 Jahre lang. Aber wie kommt man an die Gelder. Entweder man schlägt ein Gesetz vor, für eine Sonderabgabe, die sich dann nennen würde: Abgabe für die Kosten eines Volksanwalts. Dieser Ansatz ist aber Utopie! Oder man verkauft Salz, mit dem Namen Gorleben Salz – Das Salz, dass Sie erleuchtet (iluminiert), für 50 Cent Aufpreis. Das Salz kommt nicht aus Gorleben, sondern es soll nur so heißen und die 50 Cent gehen an eine Stiftung. Da jeder Bundeshaushalt mindestens einmal im Jahr Salz kauft, wären das ca. 20 Millionen Euro jährlich. Es gibt bestimmt viele Wege, Gelder für diesen sogenannten Volksanwalt zu bekommen, allerdings muss sich erst jemand finden, der das Ganze in die Hand nehmen würde. Hier kann nur die Wirtschaft helfen. Ich halte diesen Vorschlag nicht für die Lösung des Entlager-Problems, aber ich empfinde es effektiver als im Wald rumzurennen und Steine aus den Gleisen zu wühlen. Zumal das Endlager nicht das eigentliche Problem ist, sondern die die dadran seit Jahrzehnten verdienen. Wenn es die und ihren politischen Handlangern nicht geben würde, würde es auch dieses Problem nicht geben.

Eine Interessante Frage, auf die hier leider nicht weiter eingegangen wird, ist: Was verbindet die Deutsche Bank und Gorleben? Nur so viel. Mit Kernenergie kann man eine Menge Schotter machen. Also kann man meinen, dass die Deutsche Bank auch schottert, bloß anders. Das ist auch kein Zufall, warum man versucht das Spiel Atomenergie so lange wie möglich zu verzögern. Den Unternehmen wie Areva, Siemens, Bilfinger Berger, Liebherr sind im Kernkraftwerkbau einer der globalen Spitzenreiter. Selbst das iranische Kernkraftwerk, wurde von Siemens damals angefangen zu bauen. Und es ist auch kein Zufall warum deutsche Minister vor und nach ihrer aktiven Regierungszeit bei diesen Firmen auch Managerposten, Vorstandspotsen usw. besetzen. Und solange es deutsche Minister gibt, die Ihre Meinung durch Geld beeinflussen lassen, könnte Deutschland genauso gut Mahmud Ahmadinedschad als Integrationsminister, Umweltminister und Verteidigungsminister einsetzen.

Und hier ein passendes Video, dass zeigt, was vielleicht in ein paar Jahren Kindern geschenkt werden soll.

Eine sehr Interessante ZDF Reportage zum Thema Deutsche Unternehmen und Kernenergie kann hier angeschaut werden (ca. 42 Minuten lang).

Was haben Thilo Sarrazin und Horst Seehofer gemeinsam?

Mittwoch, 13. Oktober 2010
Horst Seehofer

Horst Seehofer

Nach Thilo Sarrazin meldet sich eine andere Prominez zum Thema Integrations-Chaos zu Wort. Es ist Horst Seehofer, der aktuell mit seinen Aussagen zur Zuwanderunspolitik für einigen Wirbel in Deutschland sorgt. Wie so oft in der letzten Zeit, ist der Aussgangspunkt ein geführtes Interwiew. So war es auch bei Horst Köhler, des öfteren auch bei Thilo Sarrazin und an der vielleicht am Torret-Syndrom leidenden Erika Steinbach ein geführtes Interview. Nun gab es ein “Skandal”-Interview mit Horst Seehofer. War es wirklich ein Skandal? Krass verpeilt hat sich das mal angeschaut und…

Dass erste was auffällt, Horst Seehofer fordert in seinem Interview eine härtere Gangart in der Sozial- und Ausländerpolitk.

So fordert Seehofer, dass wer eine notwendige Qualifizierung oder ein Arbeitsplatzangebot ablehnt, dem müssen Transferleistungen (Sozialleistungen) bei – Wiederholungsfällen – komplett gestrichen werden. Dagegen ist auch aus sozialdemokratischer Sicht nichts entgegenzusetzen. Allerdings wird es ja so oder ähnlich bereits in Deutschland gehandhabt. Also hat an dieser Stelle Horst Seehofer nichts Neues gesagt. Das passiert aber nicht nur bayrischen Politikern, dass sie etwas fordern was es schon längst gibt. Zur eigentliche Disskusion in der Sozialpolitik wird an dieser Stelle nicht weiter eingegangen.

Kernaussage von Seehofer zum Thema Hartz4. Wer kann aber nicht will, hat keinen Anspruch auf Sozialleistungen.

Der Streit um Seehofers Aussage ging aber um den Passus mit der Zuwanderung aus der Türkei.

So meinte Horst Seehofer im Fokus Interview, dass die Herkunft von Zuwanderer nach Deutschland auch einen Einfluss auf die Integrationsfähigkeit besitzt. Diese Aussage ist ohne Anmerkung wirklich heikel. Allerdings geht das Interview noch weiter und relativiert diesen Satz.

Witere Zitate aus dem Horst Seehofer Fokus Interview:

„Es ist doch klar, dass sich Zuwanderer aus anderen Kulturkreisen wie aus der Türkei und arabischen Ländern insgesamt schwerer tun. Daraus ziehe ich auf jeden Fall den Schluss, dass wir keine zusätzliche Zuwanderung aus anderen Kulturkreisen brauchen.“

„Ich habe kein Verständnis für die Forderung nach weitergehender Zuwanderung aus fremden Kulturkreisen“

„Wir müssen uns mit den Menschen beschäftigen, die bereits hier leben. 80 bis 90 Prozent sind ja gut integriert. Die Integrationsverweigerer müssen wir aber härter anpacken.“

„Dazu gehören der Erwerb der deutschen Sprache, die Bestreitung des eigenen Lebensunterhalts und die Akzeptanz der Grundregeln für menschliches Zusammenleben, also der Werteorientierung in der Bundesrepublik Deutschland.“

Das diese Aussage so ein Wirbel ausgelöst haben, ist fast unglaublich und lässt vermuten, dass andere Interessen hier verfolgt werden! So wie ich es verstanden habe, geht es Seehofer um die Menschen die bereits in Deutschland leben. Da es bewiesenermaßen wirklich Integrationsprobleme in Deutschland, bei den von ihm angesprochenen Zuwanderungsgruppen gibt, sollte man doch erst lernen, was man tun muss, um diese Menschen in Deutschland besser zu intergrieren.  Also auch nichts Neues zum Thema! Aber ein Skandal sehe ich hier nicht.

Um nun auf die Eingangsfrage zurückzukommen. Was ist die Gemeinsamkeit von Thilo Sarrazin und Horst Seehofer?

Mit beiden verdienen Medien Ihr Geld und beide mahnen die deutsche Regierung, dass Deutschland den Titel Sozialstaat verlieren wird, wenn die Regierung nicht flexibler wird.

Also Horst hat sich in diesem Fall nicht zum Horst gemacht!

Ein kleiner Aufruf an alle Leser hier! Geht mal bitte durch, wo Ihr die ganze Hetze gegen Seehofer gelesen oder gehört habt und boykottiert dieses Medium, so weit es geht, auf Lebenszeit. *hehe – man darf doch wohl träumen dürfen.

Randbemerkung: Den Zeitungen sind heute nicht mehr die Gewinnposten eines Verlages. Vielmehr sind es die Magazine. Und man könnte wirklich annehmen, das die Verläge, ihre eignen Magazine initiieren, in dem sie Pseudoskandale innitieieren. Der Fokus gehört im übrigen den  Burda Verlag.

Stuttgart 21 – Was steckt dahinter

Freitag, 10. September 2010
Stuttgart 21 - logo

Stuttgart 21 - logo

Seit Wochen geht es in Stuttgart heiß her. Ausgerechnet in Stuttgart regt sich der Wiederstand gegen politische Willkür und Korruption. Streitpunkt ist der geplante Ausbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs bis 2021. Erst durch verschiedene Umstände sind in den letzten Monaten Details an die Öffentlichkeit gelangt die aufzeigen, dass bei diesem Bahn Projekt Steuergelder wohl dazu dienen, sie so auszugeben, dass die die sie ausgeben, dran verdienen. Dass auf die SPD bei Stuttgart 21 kein gutes Licht fällt ist fast nicht mehr verwunderlich. Aber alles der Reihe nach.

Stuttgart 21 – Warum soll der Hauptbahnhof ausgebaut werden
Stuttgart 21 ist ein Großbauprojekt, welches die Umwandlung des aktuellen Stuttgarter Hauptbahnhofes in einen unterirdischen Durchgangsbahnhof vorsieht. Seit dem 2. Februar 2010 wird am neuen Bahnhof gearbeitet. Die geplanten Kosten lagen bei ca. 4 Milliarden Euro. Man verspricht sich durch den Ausbau das zukünftige Verkehrsaufkommen besser abfangen zu können. Obwohl es seit Jahren Studien gibt, die belegen, dass der aktuelle Bahnhof mit wenigen Ausbauten das auch könnte. Diese Alternative nennt sich Kopfbahnhof 21 und sieht davon ab, den Bahnhof zu einen unteririschen Durchgangsbahnhof umzuwandeln zu lassen.

Korruption? – Was bekannt geworden ist
Der Stern veröffentlichte einen Artikel, in dem sie von einem Dossier zitieren. Das geheime Papier ist nur wenigen Personen bekannt gewesen und wurde durch das renommierte Planungsbüro SMA durch das Land Baden-Württemberg in Auftrag gegeben. Laut Dossier werden bei dem geplanten Umbau Engpässe entstehen und die versprochenen Vorteile eines Durchgangsbahnhofs können überhaupt nicht realisiert werden. Das Schweizer Planungsbüro SMA ist nicht nur ein Planungsbüro, es ist das Büro mit dem meisten Know-How im Bereich Eisenbahnnetze. Dank SMA gilt die Schweizer Bahn und dessen Netz als weltweites Vorbild. Es wird auch von Fahrzeitferlängerung und Komplikationen zwischen Güter und Nachverkehr gesprochen. Da die Kostenplanung schon längst um das doppelte angestiegen ist, kann vermutet werden, dass sich die Kostenexplosion auf die Fahrpreise der Bahn niederschlägt. Somit wären die Bürger im gesamten Bundesraum doppelt betroffen. Auf der einen Seite, durch Steuergelder und auf der anderen Seite durch eine Erhöhung der Zugfahrtpreise.

Aber man hätte die teure Studie auch nicht wirklich in Auftrag geben müssen, um festzustellen, dass S21 ein Kosten und Infrastruktur GAU sein wird. Allein die Tatsache das man vorhat von aktuell 21 Gleisen auf acht Gleise zu reduzieren, wiederspricht der Aussage, dass man das Projekt S21 dazu benötigt, um das Verkehrsaufkommen gerecht zu werden.

Bei der ganzen Diskussion um Stuttgart 21 ist etwas in Gang gesetzt worden, was als ein gutes Zeichen gedeutet werden kann. Egal wie viel Geld manche Politiker usw. an Stuttgart 21 vielleicht verdienen werden. Man steht auf und wehrt sich gegen die Politik, die immer wieder versucht, den Bürger in die Irre zu führen und nur bei Wahlperioden, so tut als ob man das Volk versteht. Das dieser Impuls aus Stuttgart kommt ist für mich schon verwunderlich, aber vielleicht auch nicht abwegig. Vielleicht liegt es ja am Umstand, dass viele Berliner nach Stuttgart gezogen sind! Wohl kaum! Da Liegt die Vermutung nahe, dass auch im reichen BW langsam das Geld knapp wird.

Ebenso der Fall um Thilo Sarrazin hat in Deutschland einen Aufschrei hervorgerufen. Egal was hinter dem ganzen Thema steckt. Wichtig ist, dass man handelt und Medien nicht die Macht über die eigene Meinung gibt. Wenn man über Sarrazin in zwei Monaten nicht mehr spricht und sich auch nichts getan hat, war das Ganze ein Sommerloch-Theater.

S21 steht für Stuttgart 2021. Bis dahin sollte der Bahnhof fertig sein.