Was haben Thilo Sarrazin und Horst Seehofer gemeinsam?


Horst Seehofer

Horst Seehofer

Nach Thilo Sarrazin meldet sich eine andere Prominez zum Thema Integrations-Chaos zu Wort. Es ist Horst Seehofer, der aktuell mit seinen Aussagen zur Zuwanderunspolitik für einigen Wirbel in Deutschland sorgt. Wie so oft in der letzten Zeit, ist der Aussgangspunkt ein geführtes Interwiew. So war es auch bei Horst Köhler, des öfteren auch bei Thilo Sarrazin und an der vielleicht am Torret-Syndrom leidenden Erika Steinbach ein geführtes Interview. Nun gab es ein „Skandal“-Interview mit Horst Seehofer. War es wirklich ein Skandal? Krass verpeilt hat sich das mal angeschaut und…

Dass erste was auffällt, Horst Seehofer fordert in seinem Interview eine härtere Gangart in der Sozial- und Ausländerpolitk.

So fordert Seehofer, dass wer eine notwendige Qualifizierung oder ein Arbeitsplatzangebot ablehnt, dem müssen Transferleistungen (Sozialleistungen) bei – Wiederholungsfällen – komplett gestrichen werden. Dagegen ist auch aus sozialdemokratischer Sicht nichts entgegenzusetzen. Allerdings wird es ja so oder ähnlich bereits in Deutschland gehandhabt. Also hat an dieser Stelle Horst Seehofer nichts Neues gesagt. Das passiert aber nicht nur bayrischen Politikern, dass sie etwas fordern was es schon längst gibt. Zur eigentliche Disskusion in der Sozialpolitik wird an dieser Stelle nicht weiter eingegangen.

Kernaussage von Seehofer zum Thema Hartz4. Wer kann aber nicht will, hat keinen Anspruch auf Sozialleistungen.

Der Streit um Seehofers Aussage ging aber um den Passus mit der Zuwanderung aus der Türkei.

So meinte Horst Seehofer im Fokus Interview, dass die Herkunft von Zuwanderer nach Deutschland auch einen Einfluss auf die Integrationsfähigkeit besitzt. Diese Aussage ist ohne Anmerkung wirklich heikel. Allerdings geht das Interview noch weiter und relativiert diesen Satz.

Witere Zitate aus dem Horst Seehofer Fokus Interview:

„Es ist doch klar, dass sich Zuwanderer aus anderen Kulturkreisen wie aus der Türkei und arabischen Ländern insgesamt schwerer tun. Daraus ziehe ich auf jeden Fall den Schluss, dass wir keine zusätzliche Zuwanderung aus anderen Kulturkreisen brauchen.“

„Ich habe kein Verständnis für die Forderung nach weitergehender Zuwanderung aus fremden Kulturkreisen“

„Wir müssen uns mit den Menschen beschäftigen, die bereits hier leben. 80 bis 90 Prozent sind ja gut integriert. Die Integrationsverweigerer müssen wir aber härter anpacken.“

„Dazu gehören der Erwerb der deutschen Sprache, die Bestreitung des eigenen Lebensunterhalts und die Akzeptanz der Grundregeln für menschliches Zusammenleben, also der Werteorientierung in der Bundesrepublik Deutschland.“

Das diese Aussage so ein Wirbel ausgelöst haben, ist fast unglaublich und lässt vermuten, dass andere Interessen hier verfolgt werden! So wie ich es verstanden habe, geht es Seehofer um die Menschen die bereits in Deutschland leben. Da es bewiesenermaßen wirklich Integrationsprobleme in Deutschland, bei den von ihm angesprochenen Zuwanderungsgruppen gibt, sollte man doch erst lernen, was man tun muss, um diese Menschen in Deutschland besser zu intergrieren.  Also auch nichts Neues zum Thema! Aber ein Skandal sehe ich hier nicht.

Um nun auf die Eingangsfrage zurückzukommen. Was ist die Gemeinsamkeit von Thilo Sarrazin und Horst Seehofer?

Mit beiden verdienen Medien Ihr Geld und beide mahnen die deutsche Regierung, dass Deutschland den Titel Sozialstaat verlieren wird, wenn die Regierung nicht flexibler wird.

Also Horst hat sich in diesem Fall nicht zum Horst gemacht!

Ein kleiner Aufruf an alle Leser hier! Geht mal bitte durch, wo Ihr die ganze Hetze gegen Seehofer gelesen oder gehört habt und boykottiert dieses Medium, so weit es geht, auf Lebenszeit. *hehe – man darf doch wohl träumen dürfen.

Randbemerkung: Den Zeitungen sind heute nicht mehr die Gewinnposten eines Verlages. Vielmehr sind es die Magazine. Und man könnte wirklich annehmen, das die Verläge, ihre eignen Magazine initiieren, in dem sie Pseudoskandale innitieieren. Der Fokus gehört im übrigen den  Burda Verlag.

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1 Comment

  1. elas 18. Oktober 2010

    Alles was Sie wollen sind; Stimmen, CSU und CDU machen sich jetzt Sorgen, weil 18% der Wähler höchstwahrscheinlich bei den nächsten Wahlen SPD wählen werden. Also müssen sie mit den gleichen bzw. ähnlichen Argumenten auftretten, damit sie nicht vom Markt gedrängt werden.

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