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I do love to change the World * Ten years after

Ich liebe es die Welt zu verändern. Aber ich weiß nicht, was ich tun soll. Also macht ihr mal. Diese Sätze stammen aus dem Song aus den 70igern. “Ten years after” besangen damals mit dem Lied “I’d love to change the world” ihre Ohnmacht gegenüber dem freien Fall der Gesellschaft. Damals waren es Themen wie Vietnamkrieg oder raus aus dem gesellschaftlichem konservativen Stigmata, hin zu persönlicher Freiheit. Es war jedenfalls die Zeit, die unsere Leben in der westlichen Welt bis heute prägen. Dieses Echo findet man nicht nur in der Sozialpolitik, sondern auch in musikalischen Werken wieder. So zum Beispiel coverte Jetta den Song. Etliche Remixe leiteten sich dann wiederum aus ihrem Song ab.

Was mich am Original sehr beeindruckt hatte, war der für damals echt fortschrittliche Part des Refrains. Aus dem dem damals typischen schnellen Gesang hin zu einem Metaphysischen schweben und beklagenden Refrain. Dieser Geschwindigkeitsbruch ermöglicht erst dem Zuschauer ein genaueres auseinandersetzen der Message: I‘do love to change the world. But I don’t know what to do. So I’ll leave it up to you. So stellte ich fest, diese Zeilen sind zeitlos. Etliche Kommentare zum Song bei Youtube geben ähnliches wieder. Es ist grundsätzlich ein technisch einfacher Song, der aber seine Brillianz in den ständig wechselndem Geschwindigkeiten zeigt und zwar als Mittel der Informationstransmission. Aufmerksam wurde ich durch den Song durch einen Trailer zum Film Nightcrawler von Dan Gilroy. Dort wurde der Song von Jetta verwendet. Jettas Musikvideo ist nicht weniger dramatisch, wie der Film Nightcrawler selbst. Für meinen Geschmack ist die Jetta Version des Songs zu episch. Aber jeder wie er es mag. Somit lässt sich abschließend sagen. Original, Cover und Film sind sehenswert bzw. hörwert. Überall sind Freaks und Hairies Lesben und Feen Sag mir, wo ist die Vernunft besteuere die Reichen füttert die Armen bis es keine Reichen mehr gibt Ich liebe es, die Welt zu verändern aber ich weiß nicht, was ich tun soll also überlasse ich es dir Zeitlos oder?

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Musik

Jackie Edwards – I Feel So Bad von 1966

Ein älteres Lied. Sehr rhythmisch. Sehr viel Herz. Sehr viel Schmerz. Wer das Leben lebt, wird an gescheiterten Lieben nicht vorbeikommen. So besingt das Lied, “I Feel So Bad” von Jackie Edwards seinen Liebeskummer. Der gute wurde von seiner Liebsten für jemanden anderes verlassen. Das ist schon ein großer Schmerz mit dem man umgehen muss. Als mich meine erste große Liebe verlassen hatte. War zuerst alles ganz okay, bis sie dann jemand neues kennengelernt hatte. Dann kam der Liebesschmerz wie ein Tsunami über mich. Riss mich in seinen Strom von Endlosgedanken und tagelangen Endlosschleifen melancholischer Musikgeschichte. Oh, war der Schmerz groß! Die Hymne der ersten Trennung war Losing my Religion von REM. Ich tröstete mich damals mit diesem Lied exessiv und interpretierte es mit meinen mangelnden Englischkenntnissen für mich und auf mich selbst. Retroperspektiv muss ich sagen, sie mit meiner Religion zu vergleichen ganz schön „strange“ klingt. Wie dem auch sein. Wenn man Liebeskummer hat, dann darf man verletzt sein. Letztendlich ist es schön, diese Erfahrung überlebt zu haben und nach 20 Jahren zurückzublicken und über sich selbst zu lächeln. Hätte ich damals das Lied I Feel So Bad gekannt, dann wäre es sicher in meiner Playliste gewesen und auf meiner MeloCD gebrannt worden. Das einzige was mich an diesem Titel stört ist die schlechte Qualität. Neu vertont und mit saftigen Untergrund, würde dieser Titel seine komplette traurige Schönheit entfalten.

Hier die gesamte Lyrics:

My Baby, My Baby You’ve gone away and left me, You’ve gone away & left me alone for somebody else And now I’m feeling sad Everything I’ve done I’ve done it all because of you girl I don’t know why I’m gonna do Now that you’ve gone to somebody else Makes me feel so bad I Feel So Bad I Feel So Sad Now I love you baby for the very start You’ve lied you wouldn’t break my heart Now you left me all alone to cry ‘Cause I still gonna love you til’ the day I died My Baby, My Baby You’ve gone away and left me, You’ve gone away & left me alone for somebody else Makes me feel so sad I Feel So Bad I Feel So Sad



		
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Musik

M.I.A. Paper Planes und Marteria Finger


Ick find ja Meteria ziemlich cool. Sein Einstieg in mein zentrales Geschmacksgehirn, gelang Marteria mit dem Song Kids (2 Finger an den Kopf) aus dem Album Zum Glück in die Zukunft II. Immer wieder geil. Schon damals fand ich, dass der Song einen außergewöhnlichen Beat und Klangmelodie besitzt. Deshalb konnte ich den immer wieder hören ohne das mir das Ding aus den Ohren quillt.

So. Ich sitze hier am arbeiten und höre mir eine zufällige Youtube Playlist an und dann passiert es. Das Lied Paper Planes von M.I.A. wurde gespielt. Unterbewusst fange ich sofort an zu wippen. Nach 1,3 Sekunden gibt mein Geschmackshirn Feedback. Geiles Lied. Meine musikalische Mustererkennung lief bereits asyncron los und gab nur eine viertel Sekunde später einen Treffer aus. Ich war neuigierig und es ist: Marteria mit dem Supersong aus 2014, Kids 2 finger an den Kopp. Das mir erst jetzt auffällt. Weil Marteria setzt ja im eigenen Video gut links zu M.I.A. Ich sage nur Paper Plains.

Was soll man dazu sagen? Gutes und gelungendes Cover. Beide Songs stehen für sich und ich mag beide. Vermutlich wird das guten M.I.A. eher freuen als kümmern. Der Song von MIA ist durch die vier Revolverschüße bei MTV etwas in ungnade gefallen. Kurzerand gab es eine MTV freundlichere Version, wo die Schüße mit milderen Tönen ersetzt wurden. M.I.A. ist bekannt für ihre politisch künsterischen Statments. Die ich im übrigen sehr gelungen finde. So auch das Musikvideo zu Borders, wo sie ein Trikot des französischen milliardenschweren Hauptstadklubs Paris Saint-Germain trägt. Allerdings steht statt Emirates auf dem Trikot “Fly Pirates”. Was die Anwälte des Sponsors und des Klubs auf die Barikaden brachte.

Leider ist seit 2016 kein neues Album mehr gekommen. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Sie hat guten Rhytmus, Energie und Power die sie gekonnt einsetzen kann. Hoffentlich bald wieder im musikalischen statt Sozial Medialen.

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Musik

Apocalypse Cigarettes after Sex– lass Dich drauf ein

Seid langem habe ich heute Cigarettes after Sex angehört. Und es ist wieder passiert. Das Lied holte mich höflich aber bestimmend ab und nahm mich mit auf eine Reise in meinem Kopf. Physisch war ich zwar anwesend aber Psychisch in eine Zwischenwelt geraten. Wow. Es beamte mich in eine Welt die ich als: Urbane Meta-leere-Welt, die von anonymen kurzlebigen Lichter untermalt wird. Man fühlt sich zwar allein aber nicht einsam. Irgendwie sogar selten mollig warm. Wie bei Mutti. Dieser Egozentrismus ist eindeutig ein Relikt unserer Kindheit und der besonderen Mutter Kind Beziehung zu verdanken. Wo das Kind immer und immer im Vordergrund stand. Irgendwie schon eine Selbstdiagnose. Aber warum sich damit aufhalten. Wir können ja nichts dafür!

Besonders die Zeilen:

Oh, oh
When you’re all alone
I will reach for you
When you’re feeling low
I will be there too

Sie sind eine indirekte Danksagung an dem Denjenigen der immer loyal an unserer Seite stand. Unser Mutter. Die Mutterliebe zum Kind ist die bedingungsloseste und reinste Form der Liebe. Sie ist Messlatte für all unsere folgenden Lieben im Leben. Die immer nur kurzzeitig an der Mutter-Kind Liebe herankommt. Und zwar zu beginn jeder Liebschaft, dem verliebt sein. Und genau dieses Gefühl, habe ich bei diesen Zeilen. Hilflos aber trotzdem sicher.

Die 2008 gegründete Band verfährt mit ihren Lieder sehr autobiografisch. Was auch vor dem außergewöhnlichen Bandnamen keine Ausnahme machte. So schilderte der Nichtraucher Greg Gonzales in einem Interview, dass der Name ein Produkt einer realen Liebschaft war, in der sie stets nach dem Sex geraucht habe. Und eines morgens kam die Idee zum Bandnamen. Mehr authentisch geht in diesem Fall nicht.

Der Song ist eine warme Empfehlung um ein verschneiten Sonntagmorgen im Januar zu beginnen. Genießt es und erfreut euch eurer Gänsehaut!

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Allgemein

Kurzfilm Provence von Kato de Boeck

Durch Zufall stieß ich auf den Kurzfilm “Provence” der belgische Filmregisseurin Kato de Boeck. Auf anhieb war ich dem Kurzfilm verfallen. Neben dem perfekte, Symposium zwischen Licht und Schauspieler konnte man durch die Nähe der Kamera an den Schauspielern, in Ihre Gefühlswelt eintauchen. Diese Erfahrung zeigte mir, dass nichts spannender sein kann als die Gefühlswelt der interagierenden Menschen. Den sie birgt stets Gefahr, Erwartung, Wunsch und Angst in einem.

In einer Szene möchte die Schwester von Ihrem größeren Bruder wissen, ob er verliebt sei und in wem. Er ziert sich und sie fragt geschickt. Und somit kommt es zu einer völlig unerwarteten Antwort. Eine Antwort die den bis dahin laufenden Film, inerhalb einer Sekunde, vollkommen umkrempelt und anders erscheinen lässt. Die Sekunden nach einem still klar wird,

Durch zustimmendes Schweigen verrät er in wem er verliebt ist. Diese Stille ist einfach großartig. Man spürt einfach nur junges, reines Leben. Liebe zum Leben und zu den Menschen, die auch Lieben. Echt nice!

https://www.arte.tv/de/videos/097123-000-A/interview-mit-kato-de-boeck/
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Corona

Ostern kann der Beginn einer längst fälligen Rezession sein

Die gesellschaftliche Stimmungsanalyse aus den „COVID-19 Snapshot Monitoring“ (COSMO) bestätigt kurz vor Ostern 2020 einen beginnenden Gegentrend. Die Menschen werden ab nun an egoistischer. Das positiv aufgefallene gewachsene Miteinander verebbt in einer Stimmung aus Angst und Sorge. Existenzängste, gleichwohl begründet oder unbegründet, sind kein Bindemittel Zwischenmenschlicher Beziehungen.

Die Erfurter Kommunikationswissenschaftlerin Cornelia Betsch alarmiert in einem Spiegel Interview, dringend gegen diesen Stimmungswandel zu reagieren. Frau Betsch stellte in Ihrer Studie eine Zunahme der Existenzängste bei einer gleichzeitigen Abnahme der Coronabedingten Wachsamkeit der von Ihr untersuchten Bürger fest. Dieser Trend wurde von einem zweiten unabhängigen Berliner Forscherteam, ebenfalls aufgegriffen. Die Berliner Forscher stellten eine Zunahme der Mobilität der Bürger fest.

Die Stimmung auf den Kapitalhandelsmärkten war in den letzten Wochen verdächtig optimistisch. So stiegen Kurse fast alle gemeinsam ohne Berücksichtigung von Qualität und Unternehmensstrategien. Meines Erachtens ist dieses Makroökonomische Verhalten nicht real und ist in keinem Zusammenhang mit der Mikroökonomie zu bringen. Der Staat hat unterstützt mit aufgeblähten Soforthilfen Kleinunternehmer und Selbstständige. Die Schnelligkeit verdeutlicht, dass bereits viele Marktakteure in Bredouille geraten sind. Es sind zurzeit vorwiegend, Berufsgruppen wie Taxifahrer, Friseure, Selbständige etc. Es sind die ersten und werden sehr wahrscheinlich nicht die letzten sein. Die nächsten werden bestimmte Berufsgruppen der Arbeiterschaft sein. Arbeiter von Zulieferunternehmen. Diese Spirale wird sich bis an die Spitze der Gesellschaft in einem Sinusförmigen Verlauf durcharbeiten. Und die Erfurter Daten bestätigen diesen Anfang. Ich nenne die kommende Zeit Rezession. Die Rezession kommt eigentlich nicht unerwartet. Die Rezession wird den Kapitalmarkt bereinigen, wie eine Putzfrau auf Speed.

Appelle wie die des Continental Chefs Degenhart, die Produktion wieder zum Laufen zu bringen, sind meines Erachtens nicht wirklich durchdacht. Wer soll die Produzierten Güter konsumieren. Ein Wirtschaftssystem das auf Wachstum aufgebaut ist, kann ohne Konsum nicht überleben. An dieser Stelle wird sich die industrielle Alternativlosigkeit rächen. Diese eben genannten Gedanken müssten konsequent ausgearbeitet werden, um sie mit all ihren Abhängigkeiten zu erklären. Das soll aber nicht Tenor dieses Artikels werden. Daher gehe ich zurück zum festgestellten Stimmungswandel und deren unmittelbaren möglichen Folgen, wenn seitens der Politik nicht eingeschritten wird. Mehr Bürgerbewegung zu Ostern, eventuelle Aufhebung von Kontaktverboten wie Schulöffnung, Produktionswiederaufnahmen, werden zwangsläufig zu einer Erhöhung der Corona-Infizierten führen. In welchem Ausmaß hängt allerdings auch von möglichen Regulierungen ab. So sollte mindestens der Mundschutz obligatorisch werden. Allerdings spielt man hier auch mit dem Feuer. So wurde gestern aus Südkorea verkündet, dass es wahrscheinlich zu Wiederansteckung bei bereits Coronageheilten Personen (ca. 91 Menschen) kam. Was bedeutet, dass die Strategie der Herdenimmunität nicht aufgehen würde. Wenn diese Erkenntnis das Bewusstsein der Allgemeinheit erreicht, kann es zu einer verstärkten Unsicherheit bzw. Angst führen. Bei Angst werden die Menschen, sich keine neuen deutschen Autos kaufen oder Urlaube auf Kreuzfahrtschiffen planen. Damit wären zwei große Bereiche der deutschen Wirtschaft betroffen. Die daraus resultierende abklingende Kauffreudigkeit, drückt dann die Umsätze der Händler. Wahrscheinlich wird der aktuelle wirtschaftlich gesehene Coronagewinner Amazon, auch relativiert.

Wenn ich Beratend tätig sein darf, würde ich dringend zwei Taskforces aufstellen. Die einen die sich konsequent um eine wirtschaftliche Neuausrichtung kümmert. Eine Wirtschaft die nicht auf Wachstum aufbaut, sondern auf Verzicht durch Nachhaltigkeit. Diese arbeiten sollten judikativ flankiert werden. Und zwar in der Form, dass Verstöße Strafrechtlich verfolgt werden. Die andere Taskforce sollte, Strategien entwickeln, wie man solche krassen Veränderungen umsetzt. Das Land, welches dies schaffen sollte, wäre das gelobte Land von morgen.

Aber zum Schluss möchte ich mir es nicht nehmen zu sagen: Es sind nur meine einfache Gedanken und ich erhebe überhaupt keinen Anspruch auf Richtigkeit. Es kann nämlich auch ganz anders kommen.

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Allgemein

Coronavirus – Der Exportschlager aus China

Es ist soweit! Die westlich-industrialisierte Weltgemeinschaft hat 2020 die Rechnung bekommen. Jahrelang fraßen sie sich dick und rund und riefen hektisch dem Ober nach: “Die Rechnung bitte!”

Viola! Die Rechnung – das Gericht Globalisierung beinhaltet: einmal Klimawandel, einmal Völkerwanderung, einmal Kontinentalausbeutung, einmal Artensterben und ein bunter Salat Sonstiges.

Für die meisten westlichen Wohlstandbürger schmeckte das Gericht wie der Beilagensalat bei Ekelgriechen oder beim Dönergrill mit Kneipenanbindung. Für die wenigsten war es Champus und Kavier.

Die Welttournee des Rockstars Coronavirus hat innerhalb von 2 Monaten bereits die entlegensten Winkel der Welt erreicht. Anfängliche Massenpanik, Hamsterkäufen, Quarantäne, Klopaier-Schlägerein, Coronatest Drive-Ins verunsichern bereits die letzten hartgesottenen Skeptiker. Ihre alles nur Medienhetze Argumentation, glauben sie selbst nicht mehr. Selbst die AFD wird den Coronavirus nicht leugnen, wie sie es mit dem Klimawandel tun.

Dabei ist das doch alles Quatsch! Die neuen Erkenntnisse zum Klimawandel hätte bereit 2019 zu einem großen Umdenken der Bevölkerung führen müssen. Das Gegenteil war der Fall. Immer mehr SUV Zulassungen, steigender Individualverkehr, EU Subventionen für kommerzielle Landwirtschaft und und und. Muss erst so ein Virus kommen, der die Menschen in Angst und Schrecken versetzt? Der Virus ist wahrscheinlich harmloser als der jahrelanger Dieselkonsum in Städten oder das Billighack aus dem Discounter.

Warum ist das Thema nun so präsent? Meine einfache Erklärung wäre. Es ist ein Medialer Prozess um Werbeeinahnen. Wer nicht über Coronavirus berichtet generiert keine Reichweite. Da Werbung auf eine breite Streuung ausgelegt ist, müssen Medien immer wieder aufs Neue den Newsjunkies immer wieder neuen Stoff besorgen. Das ganze System befeuert sich ab einen bestimmten Punkt dann auch selbst. Wenn nun ein Verlag sagt, dass ist doch jetzt hier alles überhitzte Grütze, würde er vom Trog des Kapitals verdrängt werden. Also macht er da mit und somit machen alle mit. Die öffentlichen Rechtlichen könnten hier anders handeln. Tun sie aber nicht!

Und nun haben wir das Dilemma. Selbst ich weiß nicht mehr was ich hier glauben soll. Meine bessere Hälfte plant in diesem Augenblick das Balkonhochbeet und Kartoffelanbau. Sie möchte einen großen Schritt Richtung Selbstversorger gehen. Und ich sitze im Nebenzimmer und zerbreche mir den Kopf, ob ich morgen zum Kundentermin nach Sachsen-Anhalt fahre. Mein dortiger Ansprechpartner kommt nämlich heute aus seinem Urlaub aus Italien wieder. Mein erster Gedanke war, nachdem er mir eine WhatsApp Nachricht mit lieben Grüßen aus Südtirol schickte: “Er will unbedingt der erste Coronafall Sachsen Anhalts sein!”.

Da wusste ich, ich bin auch ein Opfer der Corona Medien Pandemie.

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Coronavirus – irgendwas stimmt da nicht!

Ich müsste morgen eigentlich nach Berlin fahren. Allerdings werde ich den Berlin-Besuch auf unbestimmte Zeit aussetzen. Und das aus einem Grund, den ich für selbst unmöglich gehalten habe.

Einem Virus namens COVID-19 bzw. Coronavirus. Aber der Reihe nach.

Anfang Januar war ich noch der Meinung, dass die Berichterstattung über diesen neuen Virus übertrieben sei. Lauter deutsche Klinikärzte und Gesundheits- und Pandemieexperten kamen zu Wort. Im Grundton waren fast alle einer Meinung. Keine Panik und wir wären vorbereitet. Wie gesagt, von fast allen! Der der anderer Meinung war und versuchte die Menschen außerhalb der Millionenstadt Wuhan zu warnen, ist seit mehreren Tagen tot. Er ist an den Folgen des Virus verstorben. Er wurde nur 34 Jahre alt. Die Rede ist vom chinesischen Arzt Li Wenliang.

Mitte Januar sperrte China mehrere Städte und Regionen ab. Es betraf damals bereits mehr als 28 Millionen Menschen. Auch merkwürdig war, dass mehrere Kreuzfahrtschiffe das Anlegen an Häfen verweigert wurde. Auf einem Kreuzfahrtschiff mit ca. 4000 Menschen an Board infizierten sich ca. 15% der Menschen. Vermutlich wurde die Krankheit durch einen einzigen Hongkong-Chinesen auf das Schiff gebracht.

Südkorea und Italien haben in den letzten drei Tagen auch mehrere Städte abgesperrt. In Italien wird mit strenger strafrechtlicher Verfolgung gedroht, falls Betroffenen einer Sperrzone die “Städtequarantäne” versuchen zu umgehen.

Aus der Ukraine gab es in den vergangen Woche unschöne Aufnahmen. Hier wurden aus China Rückgeführte in einem Bus, von wütenden Demonstranten bedroht und mit Steinen beworfen. Zusätzlich wurden vom wütenden Mob brennende Straßenblockaden errichtet um den Rückkehrern zu signalisieren: Ihr seid hier nicht erwünscht. Mein erster Gedanke war: „Was sind das für Asoziale Menschen?“. Immer wieder wurde von Chinesen in Europa berichtet, die sich seit dem Coronavirus Ausbruch ausgegrenzt und bedroht fühlen. Das ist doch die Reinform von Rassismus, oder? Das plakative Vorurteil, dass jeder Chinese eine Gesundheitlich Gefahr darstellt, ist meines Erachtens doch das Produkt einer übertriebenen Medienberichterstattung.

Oder vielleicht doch nicht?

Es existieren auf YouTube Videos mit vermeintlich privaten Handyaufnahmen. Diese Videos sollen Chinesen zeigen, die einfach auf der Straße kollabieren. Oder auf offener Straße verstorbene Menschen werden von Sanitätern abgedeckt. Diese Videos werden von Woche zu Woche mehr.

Ein Blick auf der Seite “Das Correktiv” zum Thema umfallende Menschen in China, wird ungewohnt schwach gegen argumentiert. Und zwar gar nicht! Man schreibt, dass man nach Sichtung der Aufnahmen keine Indizien gefunden habe, dass die Videos aus China stammen.

Ich sehe in den Videos aber Folgendes: Asiatische Menschen, umfallende, kollabierende Menschen oder bereits augenscheinlich verstorbene Menschen. Die allermeisten Passanten auf den Videos tragen Atemschutzmasken. Die professionellen Ersthelfer haben alle Schutzanzüge an. Meines Wissens, ist das nicht Typisch im asiatischen Raum. Vieles deutet daraufhin, dass es aktuelle Bilder und wahrscheinlich vornehmlich Bilder aus China sind.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich auf meine Berlin-Reise mit dem Coronavirus anstecke liegt wahrscheinlich noch unter 0,2%. Alles genannte aber zuletzt die schwache Correktiv Gegendarstellung hat mich doch nun stutzig gemacht. Ich bleibe die nächsten Wochen hier auf dem Land.

Meine ursprüngliche Idee, als hustender Chinese zum Fasching zu gehen, finde ich überhaupt nicht mehr lustig.

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My Hood - Weißensee Politik

Aus der Gefangenschaft des Vermieters entkommen

Ich bin frei! Ja ich habe es geschafft. Nie mehr Demütigung, Existenzängste, schlaflose Nächte, Magengrummeln, ungerechtfertigte Mietererhöhung und geheime Wut auf den Vermieter. Wut die man mit Leidensgenossen, sprich Nachbarn, teilen kann aber nie gegenüber dem Aggressor – dem Vermieter. In meinem Fall ein alter gieriger Mann, Jahrgang ‘41 aus Hessen.

Ein Unsympath, der es genießt, wenn andere vor ihm auf die Knie gehen. Kein Mensch würde es sonst mit diesem Menschen aushalten. Nur das mächtige Band des Mietvertrages auf einem angespannten Berliner Wohnungsmarkt, zwingt die armen Seelen sich der Tyrannei widerstandslos auszusetzen.

So war es auch bei mir. So ist es bei meinen vielen Nachbarn. Schimmel an den Fenstern. Kaputte Türen. Risse in den Wänden. Verkommendes Treppenhaus. Verschimmelter Keller. Bevor Berlin 3,4 Millionen Einwohner hatte, hat man solche Mängel ohne weiteres dem Vermietern gemeldet. Heute passiert manchmal wochenlang nichts oder gar überhaupt nichts. Was aber kam war stattdessen die Mieterhöhungen. Somit arrangierte man sich mit den Mängeln.

Wie bin ich dem boshaften Vermieter entkommen? Die Lösung ist jedenfalls nicht, selber in Berlin Eigentum zu erwerben. Hier begeben sich tausende Familien Jahr für Jahr in eine unerträgliche Abhängigkeit des Kapitalmarktes. Viele werden durch den Druck Kredite zu bedienen gefressen.

Die Lösung ist viel einfacher. Die Entscheidung war, aus Berlin wegzuziehen. Ich zog im Mai ins Sauerland. Auf ein Dorf mit 1700 Einwohnern. In eine dreimal größere Wohnung direkt am See mit schönen Weitblick auf die Sauerländer Berglandschaft. Meine Miete ist annähernd Gleichgeblieben. Der jetzige Vermieter, begrüßte uns mit Blumen und einem Brief, dass er sich freue uns als Mieter zu haben. Kinderwagen im Flur ist überhaupt kein Problem. Warum fragten wir eigentlich, wurde uns entgegengebracht.

Hier im Sauerland, habe ich das erste mal erfahren, das Mieten abseits von sozialen Wohnungsbaugesellschaften entspannt sein kann und im Grunde für Viele Mitbürger die einzig und wahre Lösung wäre zu wohnen. Nichts mit überteuerten Eigentumswohnungen etc. Eigentum verpflichtet und diesen Umstand sollte man nie unterschätzen.

Das wir in Deutschland einen zu größten teilen Mietmarkt vorfinden, ist eine der großen Errungenschaften der Sozialdemokratie in der Deutschen Nachkriegsgeschichte und des aufgebauten Wohlstandes dieses Landes. Wir sollten alle versuchen daran festzuhalten und den Sinnfreien Lauf auf Immobilienkäufe abzuwenden. Kredite sind schlecht. Kredite mit Laufzeiten von über 20 Jahren sind überhaupt nicht menschlich. Sie ruinieren doch die Seele, falls es mal nicht so gut läuft. Hey, meine lieben ehemaligen städtischen Mitbewohner, ihr habt alle die Wahl. Zieht aufs Land oder in kleinere Städte, falls ihr könnt. Das Leben hat noch viel mehr zu bieten, als sich mit Vermietern zu ärgern.

Im übrigen habe ich meinen Vermietern nun ein Mahnbescheid gesendet und in angezeigt so das er Strafrechtlich hoffentlich zu belangt wird. Ich halt Euch hier auf dem Laufenden.

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Bahnfahren macht dick

Seit einiger Zeit erhält man vom fast stets freundlichen Bahnpersonal Schokolade. Schokolade bei Verspätungen, Schoki bei Baustellen und Schoki einfach nur so und Schoki einfach nur weil man da ist.

So erhält man zum Beispiel so ein extrem süßes amerikanisches Doppelplätzchen namens Oreo im Doppelpack. Oder aber ein wirklich schlecht schmeckendes rotes Schokoladenherz. Allerdings ist letzteres schön anzuschauen. Daher fragte ich anfangs stets nach, ob ich ein zusätzliches Herzchen für meine Tochter mitnehmen darf. Sie findet Die Herzen toll. Essen tut sie selbige allerdings auch nicht. Sie spielt nur damit. Oder steckt sie mir heimlich in die Schuhe oder wenn es schlecht läuft in die Hosentasche. Das führte erst letztens zu einer mir unangenehmen Situation auf Arbeit. Und wir haben aktuell Temperaturen über 30 Grad und immer diese miesen Kollegen die ein in Erklärungsnot bringen. Ich werde aber jetzt nicht ins Detail gehen.

[wp_ad_camp_1]Nun fahre ich mindestens zwei Mal die Woche Bahn und leider habe ich gefühlt mindestens 1 ½ mal die Woche eine Verspätung. Da ich freiberuflich Tätig bin, schmerzt jede einzelne Verspätung. Und zwar nicht nur in Stück, so und so viel, Geld. Da es vielen tausenden anderen beruflichen Pendlern genauso geht, kommen da volkswirtschaftlich einige Sümmchen zusammen. Daher sollte es vielleicht auch politisch ein wichtiger Punkt sein, die Bahn zu unterstützen bzw. zu zwingen daran zu arbeiten. Auf der anderen Seite kommt das persönliche durch jede Verspätung auch zu kurz. Weniger Zeit für die Familie und mehr Stress im Allgemeinen.

Aber was wohl augenscheinlich ins Gewicht fällt, sind die immer dicker werdenden Pendler. Die Pendler werden durch durch die Bahn mit der Verspätungsschokolade förmlich gemästet. Explizit durch diesen widerlichen amerikanischen Doppelkeks. Damit sind doch die Pendler quasi Diabetiker in spe. Daher mein bescheidener Vorschlag für die Bahn. Warum nicht mal etwas gesundes schenken? Ein Apfäl, Banane. Oder etwas nützliches wie eine Blumensamenbombe. Oder führt doch einfach die Verspätungsbahncard 25, 50 und 100 ein. Mit der kann man bei Verspätungen fleißig Punkte sammeln und später dann einlösen in zum Beispiel, eine Bienenpatenschaft oder ähnliches.

Ahso, dieser Artikel wurde in einem Verspäteten Zug der Deutschen Bahn geschrieben (diesmal aber nur 10 Minuten).