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The Axe-Effect – Der erste Schritt zur olfaktorischen Impotenz

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„Moment Mal, wer poppt mich da gerade? Der Typ, der eben noch in der Metro vor mir saß? Oh Gott, mein Chef? Und roch der Paketbote vorhin nicht auch genauso??“

Fragen, die sich Frauen zunehmend stellen müssen, wenn sie es wagen, beim Sex die Augen zu schließen. Auch sind für viele Mädels die Zeiten vorbei, in denen sie noch kurz nach dem Aufwachen ihren Liebsten mit einem saftigen Blowjob wecken konnten. Stattdessen werden sie mit nervöser Sanftheit weg geschoben, der Typ rennt, er duscht, kommt zurück, legt sich wieder zu ihr, sie schließt die Augen und das gleiche Fragenspiel beginnt von vorn… Was ist passiert? Er hat sich geAXEt!

Dass Frauen Opfer kommerzieller Suggestion sind, das wissen wir schon. Kulturhistorisch wurde ihnen über Jahrhunderte eine gehörige Portion Skepsis gegenüber ihrem Körper und Selbstekel eingepflanzt. In Europa ist die Geschichte des Parfüms fest mit dieser weiblichen Kulturgeschichte verbunden. Für die gewünschte Frische im Schritt sind in der Postmoderne parfümierte Slipeinlagen und Intimlotions traurige Höhepunkte dieser Entwicklung. Jede zweite Frau soll diese schon einmal getragen oder ausprobiert haben. Nun werden auch Männer zunehmend gehirngespült. Die Maschinerie beginnt von vorn. Das Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften, Plakate und selbst das Web wird seit wenigen Jahren überspült von Werbespots mit dem Hauptslogan „The AXE Effect“. Diese dienen in erster Linie zwar ganz klar verkaufsfördernden Zielen, in zweiter Linie sind es aber Spots zur männlichen Hygieneerziehung. Und das mit zweifelhaften Auswirkungen. Mein Favorit der Werbeslogans lautet: „Je sauberer du bist, desto schmutziger wird es!“ Alles klar? Im Englischsprachigen Raum wird den liebestollen Männern sogar gezeigt, wie sie ihr AXE-Deo verwenden sollen: Je einmal unter die Achseln und dann noch mal quer über den nackten Oberkörper. In Deutschland rennt in den Spots ein nach AXE-Gebrauch mutierter Mann aus Schokolade durch die Stadt und wird von der holden Weiblichkeit Stück für Stück weggeknabbert.

Aber was passiert wirklich in der weiblichen Nase? Je mehr Männer sich mit dem Zeug zusprühen, desto eher werden sie unsichtbar, neutralisiert und damit uninteressant. Schon vergessen, in Patrick Süßkinds „Das Parfüm“ wird der Protagonist Jean-Baptiste Grenouille bei seiner Sammlung der natürlichen Düfte und Gerüche von Jungfrauen zum Mörder. Nach einer kollektiven, durch das Parfüm ausgelösten Massenorgie, wird er am Ende des Romans selbst, als er sich mit dem von ihm kredenzten Superparfüm übergießt von den Menschen aufgefressen. Das wäre ihm mit einem AXE-Deo nicht passiert.

Die Verwendung von AXE-Deos, -Duschgels und was sonst noch alles auf dem Markt ist, führt zumindest bei Frauen zu allem anderen als fordernder Geilheit. Die oftmals beschworenen Pheromone finden ihre Rezeptoren im weiblichen Hirn nicht mehr. Nichts mehr da vom sanft moschusartigen Geruch harter Männlichkeit. Stattdessen sitzen olfaktorische Klone in der Metro, im Büro, und schlimmer noch, liegen auch in meinem Bett. Früher an der Uni, in diesen wunderbaren Amphitheater-artigen Hörsälen kam es im Sommer vor, dass Mädchen der Vorlesung kaum noch folgen konnten, da vor und in der Reihe unter ihnen diese tollen frisch verschwitzten Typen mit ihren ärmellosen Shirts saßen. Sie mussten sich nur ganz wenig nach vorn beugen, um den Geruch in die Nase zu kriegen, der sie wahnsinnig und ihre Höschen feucht machte. „Männer im Angesicht ihres Schweißes“ war mal eine gängige Redewendung für arbeitende, schaffende und omnipotente Männer. Männer im Angesicht ihres AXE-Deos sind verdammt, verdammt zu universeller Impotenz.

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Axe Plakat 4 - Engel

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4 Antworten zu “The Axe-Effect – Der erste Schritt zur olfaktorischen Impotenz”

  1. Lydia sagt:

    “Nichts mehr da vom sanft moschusartigen Geruch harter Männlichkeit.”

    Igitt. Dann lieber AXE. Oder vielleicht doch gleich Fa und parfürmierte Slipeinlagen.

  2. Peiler sagt:

    boah, wie eckelig sind den perfümierte slipeinlagen…jeder leck ein schreck…

  3. plerzelwupp sagt:

    Durch deinen Kommentar in meinem Artikel <a href="http://www.plerzelwupp.de/scherzschreiben-an-unilever-der-axe-effekt-geht-nicht/"Scherzschreiben an Unilever bin ich auf diesen köstlichen Artikel gestoßen. Gut zu wissen, dass es der frische Männerschweiß ist, der die Frauenhöschen feuchter werden lässt. Zumindest wenn man(n) noch jung ist und im Hörsaal sitzt. ;-)

    *klugscheißermodus on
    Offtopic: Deine Seite erzeugt einen schwerwiegenden Fehler im Plugin “Statsurfer”. Schmeiss doch diesen Käse raus und verwende ein ordentliches Statistik- und/oder Analyse Tool (z.B. Google Analytics oder Piwik) ;-)
    *klugscheißermodus off

    Analyse ist übrigens nix schweinisches – auch wenn es so klingt.

  4. Denis sagt:

    Hallo, ich bin mal so frei und schreibe mal was in deinen Blog. Sieht schnieke aus! Ich benutze auch seit kurzem WordPress verstehe aber noch nicht alles. Dein Blog ist mir da immer eine grosse Anregung. Danke!

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