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Jedes Lächeln erobert die Welt

Dem Miesepeter auf der Spur!
Dem Miesepeter auf der Spur!
Winterzeit – was soll ich damit in Berlin? Wenn es nach mir gehen würde, würde ich die Winterzeit auf Weichnahten reduzieren. Aber es tanzt ja nicht nach meiner Pfeife, daher bleibt alles beim Alten. Das heißt, verregnete, kalte sowie stürmische Wintertage. Wenig Tageslicht und noch weniger helle Gesichter. Jeder in Motzki-Laune und mit einer Freundlichkeitsallergie. Jedes Lächeln oder eine sonst wie geartete Form, könnte zu schlimmen Pusteln an der Wange und Gesäß führen. Ich machte hier auch keine Ausnahme und ich sagte, an einem verregneten und kalten Winterabend, zu mir: „Da mach ich nicht mehr mit!“ Ich fing an , der kollektiven Miesepetrigkeit auf den Grund zu gehen. Allerdings musste zuerst der Feldversuch her. So nahm ich all meinen Mut und ging die Straße ab. Und da war es auch bald soweit. Die ewig missgelaunte Verkäuferin, mit den hängenden Mundwinkeln in Form eines Halbkreises, kam aus ihren Spätverkaufsladen (kurz: Späti) und wollte sich Ihre selbstgedrehte Krautzigarette anzünden. Hinter dem vorn aus Ihrer Zigarette raus stehenden Tabak Knäul, sah man noch ihr weißes, fades Gesicht. Kaum trafen sich unsere Augen, ries ich meine Mundwinkel entgegengesetzt der Schwerkraft nach oben. Ich wusste in diesem Moment selbst nicht, ob die Dinger meinem Willen folgten. Aber nach ca. 2 Sekunden, allerdings gefühlten 30 Minuten, kam nach reichlicher Überlegung meines Gegenübers, so etwas wie ein Lächeln zurück. Ihr Wangenmuskel schuf sich seinen Weg durch das dicke MakeUp und hinterließ eindrucksvoll seine tiefen Furchen. Furchen die aber zur Abwechslung nach oben zeigten.

Ein unbeschreibliches Gefühl durchdrang meinen Körper und Stolz durchmischte sich mit dem kleinen Siegesgefühl. Ich glaube sogar, dass ich den gesamten restlichen Weg, meine Zähnchen jeder Frau und Mann gezeigt habe.

Wie auch immer! Der Feldversuch war vollbracht. Nun meine Theorie. Ausgehend, dass ein Lächeln sich wie ein Virus verhält und einen doppelt so hohen R0 Wert (Reproduktionswert) der normalen und saisonalen Influenza (Grippe) besitzt, könnte man folgende Gleichung aufstellen. Der R0 Wert eines Virus besagt, bei wie vielen Menschen sich der Virus in Folge reproduziert.

Rechnung:
R0 Wert – Normale Grippe = 1
R0 Wert – Lächeln eines Menschen = 2

Das heißt, sobald ein Mensch mit dem Lächelvirus angesteckt ist, infiziert dieser zwei weitere Menschen. Diese zwei übertragen die Lächelseuche insgesamt vier Mal usw.

1 : 2
2 : 4
4 : 8
8 : 16
16 : 32

Nach 30 Runden, würden „theoretisch“ eine Milliarde Menschen gelächelt haben. Und das nur weil man die ewig-missgelaunte Spätverkäuferin angelächelt hat? Theoretisch möglich!

Wenn man dem Glauben schenken mag, erklärt sich die Umkehrung dessen und der aktuelle Ist-Zustand. Wenn niemand in der Winterzeit, seine Beißerchen zeigen mag und statt dessen lieber rummault und –hupt, so reproduziert sich anstelle des Lächelvirus der Motzkivirus. Dieser hat mindestens den R0 Wert von 2 und vermutlich liegt dieser sogar bei 5. Also wir haben die Wahl. Eine Welt voller Leute, die einem auf den Sack gehen oder lieber doch die zufriedenen oder zumindest lächelnde Menschen. Nehmen wir uns alle morgen vor, jemanden ein Lächeln zu schenken, kann das globale Auswirkungen haben und vielleicht zu guten Dingen führen. Vielleicht sogar, dass Bundestags-Hooligan Christian Wullf vom Präsidentenamt zurücktritt, weil er doch sein Talent in der Kreditvermittlung zieht. Den Rücktritt mit einem Lächeln versteht sich! Oder die europäische Fortpflanzungsraten steigen auf indisches Niveau. Maulen wir aber rum, haben wir einen weiteren Tag Eurokrise.

Was aber noch passieren könnte. Es wird vermutet, dass langanhaltende Traurigkeit sowie negativer Stress und Depressionen krank machen können. Würde man statt dessen weniger lang Traurig sein, könnte man dem negativen Stress besser entgegen wirken und wäre in einer Vielzahl von Fällen, resistenter gegen Seelische Tiefstände. Das wiederum könnte dazu führen, dass weniger Menschen erkranken. Zu schön um Wahr zu sein!? Wer weiß das schon? Ich für mich werde bald wieder ein Opfer suchen, dass ich angrinsen kann.

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21.12.2012 Weltuntergang

2012 Weltuntergang
2012 Weltuntergang

Wer auch immer von 2012 spricht, muss zwangsläufig an den Tag denken, an dem die Welt untergehen könnte. Die Verfechter dieser Meinung geben an, dass der Maya Kalender nur und exakt bis zu diesem Datum geht. Meine Meinung zum Thema 2012, gebe ich zum Schluss zum guten.

Maya Kalender. Kolumbianische Hochkultur und vieles Mehr.
Die meisten Weltuntergangsbefürworter, geben immer wieder den Umstand des endenden Kalenders an. Kann das wirklich sein, dass die Maya etwas wussten und der Nachwelt nur mittels eines endenden Kalender mitteilen wollten, dass eine Katastrophe von apokalyptischen Ausmaßes naht? Wer von uns hat einen Kalender zu Hause, der bis 7012 geht? Ich vermute keiner! Wieso verlangen einige unter uns von den Mayas und Co. dass die einen solchen haben sollten? Die Mayas haben ja schließlich mehrere Kalender, wobei sie zwei wichtige genutzt haben. Den Tzolkin-Kalender, der ein rituelles Zeitverzeichnis ist und den zivilen Haab Kalender. Der dritte Kalender, der als „Lange Zählung“ bekannt ist, dient für die Erfassung längerer Zeiträume und es ist der um den es hier gehen soll. Die „Lange Zählung“ ist ein ergänzenden Kalender und nicht als normaler Kalender der Mayas bekannt. Eine Titulierung dieses Kalenders als eine Geheimkalender passt ebenso wenig als wie die Bezeichnung offizieller Maya Kalender.
Die ersten beiden Kalender haben eine Kalenderdurchlaufzeit von 260 bzw. 365 Tagen.

Wie sieht es mit anderen Aufzeichnungen der Mayas zum Tag X = 21.12.2012 aus? Leider nichts. Der 21.12.2012 ist laut des Maya „Lange Zählung“ Kalenders, der Endtag eines Baktuns. Ein Baktun besteht aus insgesamt 20 Katuns. Ein Katun besitzt 7200 Tage (20 Jahre). Das heißt nun, dass der 21.12.2012 das Ende einer Ära von 144.000 Tagen (ca. 400 Jahre) ist. Aussagen wie der Kalender hört hier auf, ist nicht richtig. Da ein Baktun auch nur ein Bestandteil einer Maya typischen 20iger Zählung ist. Nach dem 13 Baktun kommt dass 14 Baktun und das geht bis zum 20igsten. Wo etwas rein interpretiert wird, ist die Zahl 13.  Irgendwie typisch, immer ist es die 13.

Aber was ist schon eine Kalender? Ist ein Kalender nicht nur ein von Menschen geschaffenes Instrument, sich nicht in der Endlosigkeit der Zeit zu verlieren? Warum sollten die Mayas etwas wissen, wovon wir nichts wissen? Sind Aliens gelandet und haben gesagt, macht mal ein Kalender bis zum 21.12.2012. Warum sollten sie? Dafür fliegt man als Alien bestimmt nicht bis zur Erde!

1 Katun = 7200 Tage (20 Jahre)
1 Baktun = 20 Katuns = 144.000 Tage (ca. 400 Jahre)
1 Pictun = 20 Baktuns = 2.880.000 Tage (ca. 8000 Jahre)

Wem es interessiert, hier nun meine Meinung. Leider sind die Fakten ernüchternd und es wird wohl 2012 keine Endreinigung der Welt geben. Es liegt mir zwar fern, mir der Gleichen zu wünschen, aber die Geschichte der Menschheit belegt, dass es ein tief und verankerter Wunsch eines jeden Menschen ist, bestehendes zu zerstören um Neues anzufangen. So ist der Kreislauf. Selbst in der Bibel wird ein ähnliches Szenario fast euphorisch gefeiert. Der Tag als Moses mit Hund und Katz und den anderen Tierchen samt seiner Familie eine kleine Bootstour machte. Weggespült wurde alles schlechte, was die Menschen ausmacht. Machthunger, Neid, Lügen, Gier und die Unersättlichkeit. Wann wenn nicht jetzt, würde man meinen, wenn man die Zeitung aufschlägt und von Pseudokriegen, von Menschen verursachten Katastrophen, Krisen, Morden, Lügen, Schandtaten (U-Bahn Schlägern usw.) liest. So eine richtig schöne Monster Flut und alles wäre berreinigt. Keine Finanzkrise, kein Hunger, keine geldgeilen Zahnärzte. Selbst Griechenland hätte keine Probleme mehr.  Ich würde diesen Tag kaum erwarten können und das unabhängig ob ich in Moses Nussschale sitzen sollte. Wie auch immer, ich bleibe gespannt!

Aber das schöne ist, auch wenn die Welt nicht untergeht, dass der 21.12.2012 ein Freitag ist. Das bedeutet, man kann am Abend eine Weltuntergangsparty veranstalten und dann ist das einzige was überflutet wird, der Mund durch den guten alten Wodka und das was untergeht, wäre  der Verstand. Nazdrowje!


Wer aber gerne den Weltuntergang im Wohnzimmer anschauen will, dem kann mit dem Emmerich Streifen 2012, geholfen werden.

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Politik

Wie kommt der Staatstrojaner zum Staat?

staatstrojanerDas Beispiel Staatstrojaner ist ein wirklich wunderbares Beispiel, für die Hörigkeit der Bürger dieses Landes. Ein Indikator der nicht gerade für ein Land spricht, aber sich in jedem Land ähnlich verhält. Das angesprochene Konstrukt ist leicht skizziert. Ein Land ist reagierbar, wenn alle Schäfchen im Land, brav Ihr Gras kauen,Wolle und Milch geben. Alle kauen und schauen sich an und bewegen sich stets zu den bewilligten Heiden Ihres Territoriums. Und wenn Sie brav sind, werden sie auch vom Schäferhund nicht gebissen. Für den Hirten bzw. Schäfer ist es ein leichtes und relaxtes Leben, wenn alles so laufen würde. Er liegt da und verkauft die Wolle und die Milch und ab und an vergeht er sich an ein Schäfchen um die Einsamkeit, die seine Stellung mit sich bringt, zu entgehen.

Sobald allerdings ein Schäfchen, sein treublöden Gesichtsausdruck ablegt und hinterfragt, warum es nur hier essen darf und nicht auf den anderen viel grüneren Wiesen? Warum es jedes Jahr im Mai kahlrasiert wird und dann den Sommer über aussieht ein Nazi-(Sch)äffchen? Warum der Hirte seine Wollust bei ihm befriedigt? Warum es sich das Fell nicht einfach neogrün färben und Irokesen tragen darf und warum es überhaupt mit diesen anderen langweiligen Schafen hier auf der Wiese steht? Sobald sich ein Schaf diese Fragen stellt und auch kundtut das es so denkt, begibt sich dieses arme Schäfchen auf ganz dünnes Eis. Weil eines ist sicher, der Hirte hat kein Interesse die Antworten zu liefern. Für den Hirten soll alles so bleiben wie es war. Und zwar: Zum eigenen Vorteil. Ähnlich wie es sich mit den Schafen verhält, läuft es in unserer realen Welt auch. Wer den Mund aufmacht, bekommt mächtig Gegenwind und zwar zu erst von denen die die Schäfchen hüten und dann von den anderen blöden Schafen, die nie auf die Idee gekommen sind, sich ein Mal im Leben zu fragen: Was macht der Hirte eigentlich, wenn er hinter mir steht?

Ab und an kommt es dank gnadenloser Inkompetenz bei den Bediensteten der Oberschaft, zu skandalösen Aufdeckungen. Vermeintlich skandalösen, denn nur wenige empören sich, den Meisten ist das ganze einfach viel zu komplex oder abstrakt oder einfach zu kompliziert. Dabei ist es einfacher, als man denkt. Wer zum Beispiel die Nachrichten erhalten hat, dass die Regierung auf dem heimischen Rechner Viren einschleust und den Nutzer des PC nicht nur Inhaltsbezogen sondern auch Visuell ausspionieren kann, sollte sich fragen, wie kommt eigentlich so ein Staatsmist auf meinen Rechner?

Ich als Online- und Vermarktungsberater, würde sagen: kino.to und ähnliche Plattformen. Oder Mediakampagnen auf Spiegel.de. Einigen ist es bestimmt auch schon mal aufgefallen, dass die Bundesregierung mit verschiedenen Ressourcen Ihres Regierungsapparates auf gut besuchten Seiten wirbt? Hier mal schnell, dass Thema Integration bewerben und somit fleißig den Trojaner auf fremde Rechner spielen. Das es wirklich so einfach geht, machen die kommerziellen Werbebanner vor. Viele Werbebanner laden im Hintergrund Daten auf den Rechner und können so auch Nutzerverhalten speichern und weitergeben.

Unabhängig davon, wird erklärt der sogenannte Ozapftis-Trojaner wird ja nur auf PCs von Verdächtigen genutzt. Und der Trojaner wird über Email an die Verdächtigen geschickt? Woher weiß, dass BKA die Emailadresse von potenziellen Terroristen? Ich vermute mal ganz realistisch, dass solch eine Verbreitung völlig sinnfrei wäre. Es geht bei einer solchen Aktion nur über die Masse. So wurde auch bekannt, dass Beauftragte der Bundesregierung, zu den einzelnen Anti-Viren Herstellern gegangen sind um für den Staatstrojaner einen digitalen-Nicht-Angriffs-Packt zu beschließen. In der Summe, wiederspricht sich unser Hirte hier am laufenden Band und offenbart uns eigentlich nur eines. Die die uns überwachen wollen, sollten zu erst lernen, wie man das Internet richtig nutzt.

Trotz alle dem, habe ich das Gefühl, dass hier nicht wie erklärt wird, der Terrorismus bekämpft werden soll, sondern die oben angesprochenen andersdenkenden Schäfchen. Menschen, die hinterfragen, Menschen die sich empören können und dazu stehen würden. Menschen die sich bewusst sind, dass Sie auch Rechte haben und diese auch andersrum gegen den Staat nutzen dürfen und sogar sollten.

Wir leben in einer Zeit, wo keiner im Netz unentdeckt bleibt. Aus diesem Grund, wäre ich ein Terrorist, würde ich das Internet nicht nutzen, sondern die gute alte Post. Aber wer weiß, ob es überhaupt Terroristen gibt. Die einzigen die ich gesehen habe, waren im Kino. Trotz der digitalen Transparenz, konnte eine Deutsche Website, die jahrelang zu den 40 beliebtesten Website in Deutschland gehörte jahrelang agieren und unentdeckt bleiben. Erst dieses Jahr wurde die kleine Leipziger Clique um Kino.to hochgenommen. Medienwirksam wurde darüber berichtet. Kaum war kino.to vom Netz genommen worden, entstanden neue Ableger von kostenlosen Film-Streaming Diensten. Interessante Randnotiz, was aber auch kein Geheimnis ist: Der Besitzer der neuen Portale ist der Selbe, der von der sächsischen Staatsanwaltschaft verhaftet wurde. Also dem Kino.to Gründer. Ist er vielleicht ein „Wiktor But“ Deutschlands? War das ganze eine geschickte Medienkampagne um mehr Menschen auf die Portale zu locken und so den Staatstrojaner flächendeckend upzuloaden? Hat sich niemand gefragt, wie kann die Werbung auf diesen Seite einen Dienst finanzieren, den täglich 4 Millionen Menschen nutzen? Alleine die Datenspeicherung ist sehr teuer. Die dafür genutzten Bandbreiten noch teurer. Entweder ist unser Hirte, enorm blöd und kriegt das lustige openSource Filmprojekt nicht unter Kontrolle oder es ist so gewollt. Mir ist diesmal der zweite Gedanke angenehmer, denn wer möchte schon von einem so blöden Hirten beaufsichtigt werden?

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Film Tipp Musik

Vanessa Paradis – Männer lieben Sie, Frauen eher nicht

Vanessa Paradis
Sexy Vanessa Paradis

Wer kennt Sie nicht? Vanessa Paradis, die zarteste Versuchung seit dem es französische Frauen gibt oder einfach nur schön. An kaum einer anderen Frau auf diesem Planeten wird mehr gedacht, wenn es eigentlich um einen Mann geht. Die Rede ist von Vanessa Paradis Mann Johnny Depp. Beide sind seit Jahren ein Paar. Um ehrlich zu sein ein Traumpaar. Damit war auch damals für mich die Sache mit Vanessa Paradis gegessen. Ich erinnere mich noch zu gut, an die Tage nach dem ich Joe Le Taxi das erste Mal hörte. In meiner Vorstellung bin ich mit Vanessa Paradise Hand in Hand hüpfend über grüne, endlose französische Wiesen der Languedoc-Roussillon Regionen, im süden Frankreich, gerannt um dann mit dem Taxi durch Europa zu fahren. Das Flug-Ticket war fast gekauft und Tasche noch nicht gepackt. Einfach erst einmal Oneway Paris. Für mehr hätte mein Geld auch nicht gereicht. Ich nahm an, dass ich Sie in einem kleinen Pariser Cafe an der Champs Elysees antreffen würde. Dann kam der Schock. Nach dem mein Umfeld es mitbekommen hatte, dass ich verliebt war und ich wie ein Honig-Kuchen-Pferd grinsend durch Berlin lief und ich prinzipiell und konsequent an jeder Ampel der Stadt stehen blieb, da es für mich nur noch die Farbe Rot gab, kam die eiskalte Abkühlung. „Wer ist den die Glückliche?“ – „Vanessa Paradis“ lautete meine kurze aber dennoch glückliche Antwort. „Du meinst Vanessa Paradise, die Frau von Johnny Depp?“ war daraufhin die Frage.

Alles klar! Sauer auf Herrn Depp konnte ich irgendwie nicht sein. Egal! Denn viele Mütter haben, viele gleich paradis-schöne Töchter.

Trotzdem begleitet Vanessa Paradis mein Leben, wie kein anderer Künstler. Denn die 1972 geborene Vanessa Chantal Paradis, ist nicht nur Sängerin sondern auch eine sehr gute Schauspielerin. So spielt sie in einem meiner Lieblingsfilme die Protagonistin. Der Film „Die Frau auf der Brücke“ von Patrice Leconte aus dem Jahr 1999, ist einer der gefeierten Filmereignisse aus diesem Jahr. Der Film „Die Frau auf der Brücke“ ist eine meisterhaft erzählte und dargebotene Liebensgeschichte und zählt zu recht zu eines der größten cineastischen Melodramen des französischen Films. Wie kein anderes Filmland dieser Welt, können die Baguettes eine melodramatische Liebesgeschichten so perfekt auf Celluliod bringen.

Der Film handelt um die junge Frau Adele, die mangels Glück in der Liebe, beschließt sich Nachts von einer Brücke zu stürzen. Allerdings wird sie vom Messerwerfer Gabor angesprochen. Dieser wittert anfangs, ein lukratives Geschäft, mit einer nicht am Leben hängenden und schönen Frau. Den Gabor gehen langsam die Frauen aus, die sich seiner Messerwerf-Kunst gerne und breitwillig ans Brett nageln lassen wollen. Beide tretten quer durch Frankreich auf und das Glück im Geschäft hält ein. Dennoch bewegen sich Beide Hauptdarsteller auf einem schmalen Grad, der sich mit einer Redensart gut umschreiben lässt: „Glück im Spiel, Pech in der Liebe. Glück in der Liebe, Pech im Spiel.“ Zum Schluß ist es dann Gabor, der durch Adele abgehalten wird, sich von der Brücke zu schmeißen.

Mein Fazit: Sehenswert und auf keine Fall nur für Paare. Singles werden ebenso in den Bann des Liebes-Glück und –Schmerz gezogen, wie auch Paare, die sich schon um Erlaubnis fragen, ob Sie Freunde von damals treffen können.

P.S.: Noch viel verrückter als nach Vanessa, war ich nach Kybe…

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Musik

Amy Winhouse ist back to black

Amy Winehouse
Amy Winehouse
Allein der Cocktail Amys Fave deutet mit seinem Inhalt auf das Problem von Amy Winehouse hin. Hochprozentiger Alkohol pur. Die damals geladenen Gäste des Amy Winehouse Konzerts in Berlin, konnten den Amys Fave probieren. Mehr als ein Glas ging nicht. Entspricht ungefähr gefühlten, drei Bier plus Shot hinterher.

Jetzt ist der Suff und diverses Anderes ihr Schicksal geworden. Amy Winhouse ist Tod. Am 23.07.2011 erlosch ein weiteres Licht eines zu jungen Menschen. Das schlimme, es war absehbar. So erinnere ich mich, dass ich 2009 mit fast allen Bekannten und Kollegen, über Amys „Drogen Probleme“ gesprochen habe. So meinten auch fast alle, dass sie nicht alt werden würde. Ich wollte es damals nicht wahr haben, da ich mehr von Amy hören wollte als nur zwei Alben. Für mich war Ihr Album Back to Black, eines der realsten Musikwerken in den letzten 10 Jahren. Alles was Amy Winehouse besang, war ihr Schmerz um eine gescheiterte Beziehung und Ihr Problem Anders zu sein. Wer Anders ist, leidet ziemlich sicher und früher oder später unter dem Umstand des Andersseins.

Amy Winehouse reiht sich nun in den Club der 27 ein. Ein Club mit Kollegen wie Kurt Cobain, Jim Morrison, Jimy Hendrix, Janis Joplin. Alles Künstler von denen man gerne mehr (viel Mehr) gehört hätte. Alle Musiker verstanden es, Ihre Gefühle nach Außen zu exportieren und in schöne Harmonien zu verpacken. Das stellt aber gleichzetig das Drama dar, jemand der seinen Seelenschmerz so schön besingt, findet beim Zuhörer eine andere Aufmerksamkeit, als er vielleicht möchte. Und somit kann es sein, dass man sich von niemanden verstanden fühlt und man somit allein unter Menschen weilt.

Nun mehren sich die Stimmen derjenigen die meinen, es wäre absehbar. Nun frage ich mich, wenn alle das wussten, warum hat sich niemand ihrer wirklich angenommen? Privat lief es schon lange nicht mehr gut. Ihre Liebe zu Blake Fielder-Civil gab ihr statt den nötigen Halt, nur viel Inspiration. Ihre Manager und die Plattenfirma hätten doch großes Interesse besitzen müssen. Aber es blieb anscheinend nicht viel Zeit, sich um Ihren Schützling zu kümmern, da sie ständig nur mit Schadensbegrenzung beschäftigt waren. So mussten viele Konzerte, Interviews usw., abgesagt werden, da Amy “unpässlich” gewesen sei sollte. Auf den Konzerten die Amy bestreiten konnte, wurde sie zuletzt von der Bühne gebuht. Einfach weil sie besoffen auftrat. Spätestens nach solcher Publikumsreaktionen, hätte man Amy zu einer Auszeit zwingen müssen. Amy Winehouse hätte bestimmt viele kreative Tiefs gehabt um unglaublich schönen Soul-Jazz zu produzieren. Jetzt hat an sie einfach ausbluten lassen.

Was ich sehr sehr schade finde.
Ein großer musikalischer Verlust!

Anbei ein schönes Amy Winehouse Video, welches das Leben von Amy bebildert.

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facebook

Mein Arsch bei Facebook? Wie man die Gesichtserkennung ausschaltet

Quelle: macwelt.de

Seit Mai 2011 ist die Gesichtserkennung auf allen Userprofilen automatisch einge- schaltet. Im Grunde genommen ist dieser Dienst nur folgerichtig aus dem Userverhalten ent- wickelt worden. Wie viele Leute haben bereits vorher ihre Freunde und Bekannten auf selbst eingestellten oder anderen Fotos markiert und den Gesichtern den passenden Namen verpasst? Und für die- jenigen, denen das Markieren dann doch zu aufwendig war, bietet das Unternehmen nun dieses tolle Tool.

Der Nutzen für all die vergesslichen, verpeilten oder sonst wie unter Agnosie (die Unfähigkeit, Gesichter zu erkennen) leidenden User steht ganz klar im Vordergrund. Du musst nur deineFotos hochladen, das Tool vergleicht die Gesichter darauf mit denen auf anderen Fotos und schlägt dir dann die passenden Namen vor. Hilft doch ganz prima, wenn man nach durchzechter Nacht mit irgendeinem blöden Typen aufwacht und nicht mal mehr weiß, wie der heißt. Schnell ein Foto mit der Handykamera gemacht, bei Facebook hochladen und voilà: Maximilian heißt der gute. Facebook hat so auch unerkanntes Potential für jede geriatrische Einrichtung. Mit der passenden App fürs SmartPhone lässt sich fix der Name der Tischnachbarin rausfinden.

Wer das nicht als Service versteht, dem ist doch nicht zu helfen. Oder aber doch:

Diese Funktion kann man ganz einfach selbst ausschalten:

  1. bei Facebook einloggen
  2. Menüpunkt “Konto” aufrufen und deine “Privatsphäre-Einstellungen”  anklicken
  3. auf “benutzerdefinierte Einstellungen” klicken
  4. in der Liste findest du weiter unten den Punkt “Freunden Fotos von mir vorschlagen”, dort auf „Einstellungen bearbeiten“ klicken
  5. hier nun nur noch von “aktiviert” auf “gesperrt” umstellen – Fertig!

Herzlichst eure Dr. Puppe

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Alternativen Kino.to

Alternative zu Kino.to

Vorgestern war es soweit! Der beliebte aber illegal Film-Streaming Dienst Kino.to wurde zugemacht und insgesamt 13 Betreiber von Kino.to festgenommen. Den festgenommenen Beteiligten droht eine maximale Strafe von 5 Jahren. Die erste Frage die ich mir aber stellte war: Was machen jetzt 4 Millionen Nutzer täglich, statt kino.to schauen? Klar – viele werden einfach weiter schauen, bloß woanders. Es gibt viele Alternativen zum Streaming Verzeichnis Kino.to.

Die Frage aber bleibt, was machen die restlichen, die die Alternativen zu Kino.to nicht kennen oder wollen. Mehr ins Kino gehen? Mehr Nachrichten schauen? Sich für Politik begeistern? Wird die Verhaftung von Kino.to Betreibern das Ende von Merkel – Rössler sein? Weil man vielleicht endlich erkennt, in was für einem schlechten Film sich Deutschland eigentlich befindet? Wenn sich das Merkel mal vor Augen hält, dann wird sie höchstpersönlich für die Fortsetzung von kino.to einsetzen. Sie wird es dann bestimmt aber kino.gr nennen, als Hommage an Griechenland. Pleite aber Filmversorgt.

Ich fand , dass was ich so über kino.to hören durfte, aus technischer Sicht sehr beeindruckend. 4 Millionen Gäste täglich. Nehmen wir an 1 Million schauen sich ein Stream an. Im Durchschnitt ist ein Stream ca. 500 MB Groß. Das macht am Tag 500.000.000 MB. Ordentlich viel Traffic.

Kino.to meint von sich selbst, sie seien konform mit dem deutschen Recht. Das sahen aber die Staatsanwälte in Dresden anders. Die Aktion war lange geplant und 250 Polizisten waren an dem Tag Deutschlandweit beteiligt. Somit hat Deutschland eine seiner beliebtesten und eine der bestbesuchten Plattformen verloren.

Die Alternative zu kino.to:
www.youtube.de

Meine Lieblingsalternative und damit ist man(n) oder Frau immer auf der richtigen Seite.

Merke Dir diesen Artikel bei Facebook, dann hast Du immer die Alternativen zur Hand.

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The Axe-Effect – Der erste Schritt zur olfaktorischen Impotenz

AXE Werbung
AXE Werbung

„Moment Mal, wer poppt mich da gerade? Der Typ, der eben noch in der Metro vor mir saß? Oh Gott, mein Chef? Und roch der Paketbote vorhin nicht auch genauso??“

Fragen, die sich Frauen zunehmend stellen müssen, wenn sie es wagen, beim Sex die Augen zu schließen. Auch sind für viele Mädels die Zeiten vorbei, in denen sie noch kurz nach dem Aufwachen ihren Liebsten mit einem saftigen Blowjob wecken konnten. Stattdessen werden sie mit nervöser Sanftheit weg geschoben, der Typ rennt, er duscht, kommt zurück, legt sich wieder zu ihr, sie schließt die Augen und das gleiche Fragenspiel beginnt von vorn… Was ist passiert? Er hat sich geAXEt!

Dass Frauen Opfer kommerzieller Suggestion sind, das wissen wir schon. Kulturhistorisch wurde ihnen über Jahrhunderte eine gehörige Portion Skepsis gegenüber ihrem Körper und Selbstekel eingepflanzt. In Europa ist die Geschichte des Parfüms fest mit dieser weiblichen Kulturgeschichte verbunden. Für die gewünschte Frische im Schritt sind in der Postmoderne parfümierte Slipeinlagen und Intimlotions traurige Höhepunkte dieser Entwicklung. Jede zweite Frau soll diese schon einmal getragen oder ausprobiert haben. Nun werden auch Männer zunehmend gehirngespült. Die Maschinerie beginnt von vorn. Das Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften, Plakate und selbst das Web wird seit wenigen Jahren überspült von Werbespots mit dem Hauptslogan „The AXE Effect“. Diese dienen in erster Linie zwar ganz klar verkaufsfördernden Zielen, in zweiter Linie sind es aber Spots zur männlichen Hygieneerziehung. Und das mit zweifelhaften Auswirkungen. Mein Favorit der Werbeslogans lautet: „Je sauberer du bist, desto schmutziger wird es!“ Alles klar? Im Englischsprachigen Raum wird den liebestollen Männern sogar gezeigt, wie sie ihr AXE-Deo verwenden sollen: Je einmal unter die Achseln und dann noch mal quer über den nackten Oberkörper. In Deutschland rennt in den Spots ein nach AXE-Gebrauch mutierter Mann aus Schokolade durch die Stadt und wird von der holden Weiblichkeit Stück für Stück weggeknabbert.

Aber was passiert wirklich in der weiblichen Nase? Je mehr Männer sich mit dem Zeug zusprühen, desto eher werden sie unsichtbar, neutralisiert und damit uninteressant. Schon vergessen, in Patrick Süßkinds „Das Parfüm“ wird der Protagonist Jean-Baptiste Grenouille bei seiner Sammlung der natürlichen Düfte und Gerüche von Jungfrauen zum Mörder. Nach einer kollektiven, durch das Parfüm ausgelösten Massenorgie, wird er am Ende des Romans selbst, als er sich mit dem von ihm kredenzten Superparfüm übergießt von den Menschen aufgefressen. Das wäre ihm mit einem AXE-Deo nicht passiert.

Die Verwendung von AXE-Deos, -Duschgels und was sonst noch alles auf dem Markt ist, führt zumindest bei Frauen zu allem anderen als fordernder Geilheit. Die oftmals beschworenen Pheromone finden ihre Rezeptoren im weiblichen Hirn nicht mehr. Nichts mehr da vom sanft moschusartigen Geruch harter Männlichkeit. Stattdessen sitzen olfaktorische Klone in der Metro, im Büro, und schlimmer noch, liegen auch in meinem Bett. Früher an der Uni, in diesen wunderbaren Amphitheater-artigen Hörsälen kam es im Sommer vor, dass Mädchen der Vorlesung kaum noch folgen konnten, da vor und in der Reihe unter ihnen diese tollen frisch verschwitzten Typen mit ihren ärmellosen Shirts saßen. Sie mussten sich nur ganz wenig nach vorn beugen, um den Geruch in die Nase zu kriegen, der sie wahnsinnig und ihre Höschen feucht machte. „Männer im Angesicht ihres Schweißes“ war mal eine gängige Redewendung für arbeitende, schaffende und omnipotente Männer. Männer im Angesicht ihres AXE-Deos sind verdammt, verdammt zu universeller Impotenz.

Axe Webung Video (Top10)


(Dr. Puppe)

AXE Plakate

AXE Plakat 1
AXE Plakat 1
Axe Plakat 2 - Engel
Axe Plakat 2 - Engel
AXE Plakat 3 - Engel
AXE Plakat 3 - Engel
Axe Plakat 4 - Engel
Axe Plakat 4 - Engel
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Film Tipp

Filmtipp: Der Name der Leute

Der Name der Leute - Film
Der Name der Leute - Film
Für alle Amelie Film Fans oder Freunde des französischen Films gibt es einen neuen Film. Der Name der Leute. Der anfangs doch nichtssagende Name des Films, gewinnt am Ende des Films, Zunehmens an Sinn.

Aber alles von Vorne. Die Namen der Leute von Regisseur Michel Leclerc. Es ist die Geschichte einer neuen Amelie. Eine Geschichte einer Politikaktivistin namens Bahia. Die Mutter ist eine Ex-Hippie Braut und ist sehr praktisch orientiert. Der Vater dagegen ist ein sehr sanfter und sympathischer Algerier, der statt Arbeiter doch lieber Künstler (Maler) wäre. Beide haben eine Tochter names Bahia. Die junge Politikaktivistin hat sich auf die Fahne gesetzt, Männer mit extremer rechter Politischer Gesinnung zu bekehren. Aber auch Männer die für Lobbiesten arbeiten.

Ihre sonderliche Strategie der Bekehrung, ist außergewöhnlich erfolgreich. Bahia schläft mit ihnen, um sie zu bekehren. Also Sex bringt die Männer, innerhalb von einer Nacht sich zu verändern oder manchmal nach Wochen. Aber sie macht das und das mit Erfolg. Bahia sieht in dieser Art von Bekehrung, ihre eigene Funktion für diese Welt. Nach dem Motto „Make love, not war“.

„Der Name der Leute“ ist der zweite Film vom Kurzfilmemacher Michel Leclerc. Im originalen heißt der Film“Der Name der Leute“ „Le Nom Des Gens“. Die fröhliche und zugleich wilde Bahia, wird gespielt durch die hübsche und energiegeladene Sara Forestier. Mit all diesen Eigenschaften stürzt sie sich auf die Rechten Männer mit Positionen, des Landes.
Sie trifft aber auch auf den unscheinbaren und introvertierten Zoologen Arthur Martin. Zuerst hält Bahia Arthur auch für einen rechten, Neoliberalen faschistischen Fremdenhasser. Doch dieser entpumpt sich als ein jüdisch stämmiger, Linkswähler der gleichzeitig Anhänger des real-existierenden Politikers Lionel Jospin (Jospin hat auch einen kleinen Gastauftritt). Damit wäre Arthur nicht Bahias Beuteschema, aber sie kann trotzdem vom älteren Arthur nicht lassen. Die beiden werden ein Paar, wobei Arthur ihre politischen Aktivitäten ertragen muss. Dennoch gewinnt Arthur sehr viel, durch Bahia. So werden innerfamiliäre Angelegenheiten und Dinge angesprochen, die er ein ganzen Leben vermieden hat anzusprechen.

Fazit von Der Name der Leute
„Die Namen der Leute“ ist anders. Er ist schön und leicht. Es geht um das Klischee, sobald man einen Namen hört, einen Menschen aufgrund seines Namens zu kennen und ihn deswegen zu urteilen. „Der Name der Leute“ ist insgesamt ein herrlich witziger sowie kluger Film mit gutem doppeldeutigen Humor und sehr unterhaltsamen Dialogen. Gerade zum Frühling, wo alle wieder auf ihre Figur achten, ist der Film der Start eines guten Bauchmuskelprogramms. Ein Film den manch einer mit der Fabelhaften Welt der Amelie Einstuffen wird. Ich werde, dass an dieser Stelle nicht machen. Ich werde nur diesen Film wärmstens Empfehlen, sich diesen mit seinen Liebsten anschauen zu gehen.

Wäre der Film Der Name der Leute Wirklichkeit und es gebe eine so wunderbare Aktivistin wie Bahia, dann würde ich sofort und freiwillig FDP Politiker werden, um mich bekehren zu lassen.

Au revoir

Trailer “Der Name der Leute”

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Politik

Gaddafi und die EU

Gadaffi und Westerwelle
Gadaffi und Westerwelle: Beide mag man nicht sonderlich...
Das aktuelle Weltgeschehen, fokussiert bzw. fukuschiert sich neben Fukuschima auch in Libyen. Beide Ereignisse haben unmittelbaren und mittelbaren Einfluss auf Europa, Deutschland und letztendlich auf uns. Beides war auch absehbar.

Atomkraft ist nicht wirklich kontrollierbar, wenn es mal nicht nach Plan geht. Ein Gaddafi in Geldeintreiber Manier ebenfalls nicht. Genau letzteres besitzt, in meinen Augen einen interessanten und nennenswerten Hintergrund, der an dieser Stelle es verdient, genauer betrachtet zu werden.
Alles fing eigentlich viel früher an, aber wir beginnen mit dem November letzten Jahres, auf dem dritten EU-Afrika-Gipfel in Tripolis. Der noch (Stand 13.04.2011) amtierender Außenminister Guido Westerwelle, musste Angela Merkel in Tripolis (Libyen) vertreten. Viele eingeladene Regierungschefs waren diesmal nicht Gaddafis Ruf nach Nordafrika gefolgt. Trotz der enormen Wichtigkeit Afrikas für Europa. Nur Gaddafis europäischer Knutschfreund Silvio Berlusconi und Spaniens Regierungschef José Luis Zapatero nahmen am Gipfel teil. Was hat die europäischen Staatsoberhäupter so missgestimmt?
So wurde erst im Oktober 2010 eine Vereinbarung zur Migrationskooperation zwischen der EU und Gaddafi unterzeichnet. Dieser besagt, dass Europa Libyen jährlich 50 Millionen Euro überweist, damit weiterhin schwarz-afrikanische Flüchtlinge in Libyen festgehalten werden, statt sie ins Mittelmeer Richtung Europa ziehen zu lassen. Libyen arbeitet schon seit längerer Zeit mit Europa bzw. europäischen Zweckgesellschaften zusammen. Das heißt eigentlich nur, dass Libyen seit langem duldet, dass auf libyschen Boden, von Europa betriebene Flüchtlingsabfanglager unterhalten werden.
Nun einigte man sich, auf eine Zahlung von 50 Millionen Euro im Jahr, mit der Gewissheit, dass Gaddafi mehr fordern wird. Und das tat er auch. So wollte Libyens Revolutionsführer nur kurze Zeit danach, 5 Milliarden Euro von Europa. So sagte Gaddafi recht eindrucksvoll: „5 Milliarden, oder Europa wird schwarz.“ Klar warum Merkel und Co. Keine Lust hatten wieder mit dem bunten Gaddafi zu verhandeln, weil er bestimmt kurz später 50 Milliarden gefordert hätte.
Das ganze passte Europa nicht so ins Konzept und ist dank der geografischen Lage zu Afrika ein wirklich ernstzunehmendes Problem. Im Gegensatz zu China, die sich schon in Halbafrika wirtschaftlich mit dem schwarzen Kontinent verflochten haben. Denen droht keine schwarze Invasion. Klar, dass hier Europa einen strategischen Nachteil gegenüber Chinas besitzt, um den Kampf der afrikanischen Ressourcen. Da nun alle Nord Afrikanischen Ex-und Noch Regierungschefs um Ihr Kapital wussten und wissen, musste Europa einsehen, dass hier auf diplomatischem Wege nicht viel zu bewerkstelligen sei. Daher das vorgetäuschte Desinteresse zum Gipfel. Nur Italien und Spanien, waren bemüht hier mit Gaddafi zum Konsens zu kommen. Da Italien und Spanien die ersten Flüchtlingsanlaufstellen aus Afrika sind und beide Länder viel mit den Flüchtlingen zu bewerkstelligen haben um sie letztendlich wieder auf Ihr Heimatkontinent zu bringen.

Bereits wenige Stunden nach dem Gipfel, formulierte ein deutscher Diplomat gegenüber der Zeit, seine Vermutung so: „Das war die letzte Messe, die gelesen wurde“. Damit unterstrich er, dass die deutsche Delegation um Westerwelle, bereits vor dem Gipfel, an das Ende der Ära Gaddafis glaubte.
Krass verpeilt üblich – hier nun die Vermutung, die keinen Anspruch auf Wahrheit für sich erhebt.
Europa hat es damals versäumt, Ressourcen und eventuelle Absatzmärkte in Afrika zukünftig zu sichern. Nun möchte Europa, es ähnlich wie China machen und sich in Afrika als Geschäftspartner einbringen. China ist in den meisten afrikanischen Ländern omnipräsent. Europa besitzt mit einigen nordafrikanischen Staaten (an erster Stelle Libyen) Wirtschaftsbeziehung. Auch zu Zeiten wo Libyen politisch nicht vertretbar war, floss das libysche Öl, in großen Mengen nach Europa. Um den Umfang der Wirtschaftsbeziehungen zu Europa zu dimensionieren, sei erwähnt, dass fast alle Ex-Regierungschefs und Revolutionsführer in Nordafrika zu den reichsten Menschen der Welt gehören. Gaddafi nutze seine Macht mit den Flüchtigen und setze Europa damit unter Druck. Hätte er das nicht gemacht, wäre alles beim alten. Angela Merkel und Co. wären im November beim Gipfel gewesen. Merkel, Sarkozy wären mit Gaddafi händchenhaltend durch Tripolis spaziert und hätten vor Freude gestrahlt, wie aktuelles Sushi aus Fukushima.

Eckzahlen zu Libyen (zu Deutschland):
Einwohner: 6,4 Millionen Menschen (81 Millionen
)
Staatsverschuldung 2009: 4 Milliarden US$ (1,767 Billionen Euro)
Staatshaushalt 2009: 35,9 Milliarden Euro
Staatseinnahmen 2009: 35,1 Milliarden Euro
Haushaltsdefizit 2009: 1,3% BIP (6,5%
)
Ausgaben Gesundheit: 2,4 % (10,6%)
Ausgaben Bildung : 2,7% (4,6%
)
Militär: 3,9% (6,3%)

Deutschland hat ein Militär Budget von 31,55 Milliarden Euro. Das ist Mehr als der Staatshaushalt Libyens für 2009. Trotzdem könnte man, bei alleiniger Betrachtung der Eckdaten vermuten, dass es dem reichsten Land Afrikas, Verhältnismäßig gut geht. Gute Sozialleistungen, eine Traumhafte Staatsverschuldung. Keine hohen Militärausgaben.

Das libysche Sozialsystem umfasst neben der kostenlosen medizinischen Versorgung, Witwen, Waisen und eine Altersrente.